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Verbot von Gnutella und Co auf Firmenrechnern gefordert

21.08.2001 | 12:04 Uhr |

Unnötiger Traffic, der das Netz verstopft. Lahm gelegte Firmen-Netzwerke. Rasante Verbreitung von Viren. Dies sind die Schlagwörter, mit denen eine US-Sicherheitsexpertin gegen Peer-to-Peer-Netzwerke zu Felde zieht und deren Verbot fordert.

Unnötiger Traffic, der das Netz verstopft. Lahm gelegte Firmen-Netzwerke. Rasante Verbreitung von Viren. Dies sind die Schlagwörter, mit denen eine US-Sicherheitsexpertin gegen Peer-to-Peer-Netzwerke zu Felde zieht und deren Verbot fordert, wie eine australische Nachrichtenseite meldet.

Die US-Sicherheitsexpertin Laura Chappell vom Protocol Analysis Institute sieht in der Zunahme von File-Sharing-Diensten wie Gnutella und Co eine Gefahr für das Internet. Mitarbeiter von Unternehmen würden durch den Download riesiger Mengen von - raubkopierten - Musikdateien und Videos die Leitungen ihrer Unternehmen verstopfen.

Gnutella stelle demnach eine Bedrohung für die Funktionsfähigkeit von Netzwerken dar. Außerdem würden Chappell zufolge durch Peer-to-Peer-Netzwerke Sicherheitslücken entstehen, die "groß genug sind, um mit einer F-18 hindurch zu fliegen" (die F-18 ist ein US-Kampfflugzeug). Unternehmen sollten dagegen etwas unternehmen, bevor sie "gekillt" werden, so die Expertin.

Gnutella strebe Chappel zufolge bis Juli 2002 eine Mitgliederzahl von 20 Millionen an und kann Firewalls umgehen, indem es für den Datenaustausch freigegebene Ports benutzt. Die einzige Möglichkeit, um diesen Problemen entgegen zu wirken, sei die Verbannung von Peer-to-Peer-Clients von den Rechnern der Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen.

Laura Chappell machte ihre drastischen Ausführungen in Bezug auf die Internet-Infrastruktur in Australien, doch lässt sich die Problematik lässt sich auch auf die USA und Europa übertragen.

Als Beweis für ihre dramatisch klingende Warnung führt sie eine US-Firma an, die sie kürzlich wegen gravierender Traffic-Problem um Hilfe bat. Chappell stellte bei ihren Nachforschungen fest, dass Praktikanten von der Universität Gnutella auf den Firmen-Rechnern laufen ließen. Deren Auslastung durch das File-Sharing-Programm ließ kaum noch Platz für den geschäftlichen Datenaustausch.

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