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Verbot: Medizin aus dem Netz

09.11.2000 | 11:50 Uhr |

Nicht länger sollen Konsumenten Medikamente über das Internet beziehen können. Das Landgericht Frankfurt hat dies in einem Urteil am Donnerstag verboten. Gegen eine niederländische Apotheke erging einstweilige Verfügung.

Nicht länger sollen Konsumenten Medikamente über das Internet beziehen können. Das Landgericht Frankfurt hat dies in einem Urteil am Donnerstag verboten. Bereits seit längerem ist diese Praxis umstritten.

Auf Antrag des Deutschen Apotheker-Verbandes erließ das Frankfurter Gericht nun eine einstweilige Verfügung gegen eine Apotheke in den Niederlanden. Diese hatte über das Internet Bestellungen angenommen und deutsche Verbraucher vergleichsweise preisgünstig beliefert. Das Gericht betrachtet den Internetvertrieb als Verstoss gegen das deutsche Arzneimittelgesetz sowie gegen das Heilmittel-Werbegesetz.

Die Apothekerverbände begrüßten das Urteil. "Die eigentlichen Sieger sind jedoch alle Patienten in Deutschland", so der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Hermann Stefan Keller, in Eschborn. Das Versandverbot für Arzneimittel sei "gelebter Verbraucherschutz" und diene vor allem der Arzneimittelsicherheit.

Das Verbot werde daher von der großen Mehrheit der Apotheker als gesundheitspolitisch notwendige Beschränkung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten akzeptiert. (PC-WELT, 09.11.2000, dpa/ lmd)

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