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Veränderungen bei VoIP: Einige verlieren ihre Nummer

09.01.2007 | 13:21 Uhr |

Anwender, die schon seit längerer Zeit per Voice over IP telefonieren, könnten bald ihre Nummer weggenommen bekommen. Warun das so ist und wer betroffen ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Anwender, die schon seit längerer Zeit Voice-over-IP-Telefonie einsetzen, könnten demnächst ihre Rufnummer verlieren und sich eine neue wählen müssen. Schuld daran ist eine Anweisung der Bundesnetzagentur (ehemals Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, kurz RegTP). Danach müssen sämtliche Teilnehmer, die eine VoIP-Telefonnummer beantragen, inzwischen auch in diesem Vorwahlbereich ihren Wohnsitz haben. Dies muss laut Bundesnetzagentur inzwiscehn mit Hilfe einer qualifizierten Adressprüfung sichergestellt werden.

Diese Regel wurde von den einzelnen VoIP-Providern unterschiedlich umgesetzt. Beispiel Sipgate : Hier sind laut einem Firmenvertreter rund 25.000 Konten betroffen, deren Besitzer im November angeschrieben wurden. Wer bei Sipgate vor Anfang September 2004 seine Rufnummer festgelegt hat, konnte sich noch frei für eine der rund ein Dutzend Vorwahlen entscheiden. Seitdem muss der Anwender einen Wohnsitz im jeweiligen Ortsnetz nachweisen – oder bekommt eine Rufnummer mit der Vorwahl 01801 zugeteilt, sofern er nicht in einem der rund 1000 verfügbaren Orte wohnt, in denen Sipgate ein Nummernkontingent hält. Ob für den Nachweis der angegebenen Adresse Melderegister oder Adressverzeichnisse herangezogen werden, ist nicht bekannt.

Anders sieht die Sache beispielsweise bei der Konkurrenz von 1&1 und GMX aus. Die zum United-Internet-Konzern gehörenden Provider hatten zunächst die Gespräche nur auf eine bestehende Rufnummer aufgeschaltet, also selbst keine eigenen Nummern vergeben. Das Manko von damals könnte sich nun als Vorteil erweisen.

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