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Ver.di droht Telekom mit WM-Katastrophe

17.05.2006 | 14:18 Uhr |

Die Gewerkschaft ruft am Mittwoch Telekom-Mitarbeiter in Bayern zu einem Warnstreik auf. Dies könnte die WM-Übertragung gefährden.

Zum Streik sind speziell die Beschäftigten im Bereich der Netzinfrastruktur in Bayern aufgerufen. Damit hofft Ver.di die Telekom an einer besonders empfindlichen Stelle zu treffen, denn die Streiks sollen den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes verzögern. Damit könnte die Fertigstellung des Übertragungsnetzes zur WM gefährdet sein. Die Streiks sollen an den Standorten München, Nürnberg, Landshut, Passau und Augsburg stattfinden.

Die Telekom hatte die Forderungen der Gewerkschaft nach 6,7 Prozent mehr Lohn abgelehnt Stattdessen bot das Unternehmen in der fünften Gesprächsrunde den Mitarbeitern eine Auszahlung im Gesamtwert von 1.000 Euro pro Kopf an. Zu einer tabellenwirksamen Lohnsteigerung war die Telekom nicht bereit. Laut ver.di-Mitarbeiterin Susanne Becker wäre dieses Angebot eine Minusrunde. Sie kündigt der Telekom die größte Auseinandersetzung seit der Postreform an. „Die Telekom wäre mehr als gut beraten, die Fußballfans nicht zu enttäuschen“, so ihr Statement zu den Streiks am Mittwoch.

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