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Vandalen trennen Kabel Deutschland vom Netz

11.08.2014 | 12:36 Uhr |

160.000 Berliner Kunden von Kabel Deutschland standen am Sonntag ohne Fernsehen, Internet und Telefon da. Weil unbekannte Täter die Leitungen gekappt hatten. Der Staatsschutz ermittelt, politische Motive werden nicht ausgeschlossen.

Kabel Deutschland wurde Opfer eines Anschlags. 160.000 Haushalte in Berlin (genauer gesagt in Teilen des ehemaligen West-Berlin) standen am Sonntag ohne Fernsehen, Internet und Telefon da, sofern sie diese Dienste von Kabel Deutschland bezogen. Denn unbekannte Täter kappten die Leitung.

Wie die Berliner Polizei meldet, kappten unbekannte Täter am Sonntag, den 10. August, vor 6 Uhr in einem Leitungsschacht die Glasfaserkabel von Kabel Deutschland. Daraufhin waren die Berliner Stadtteile Charlottenburg, Spandau und Wilmersdorf ohne Verbindung zur Außenwelt, sofern sie Kabel Deutschland nutzten. Mittlerweile nahm der Berliner Staatsschutz die Ermittlungen auf, weil der Verdacht von politischen Motiven bestehe und der Sachverhalt nicht nach reinem unmotivierten Vandalismus aussehe. Ein Bekennerschreiben gebe es bis dato aber nicht.

Die Saboteure drangen nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegel in einen Kabelschacht in der Heerstraße in Charlottenburg ein. Dort durchschnitten die Eindringlinge rund 400 Glasfaserkabel, die in mehreren Bündeln zusammengefasst waren. Der dadurch verursachte Ausfall der Kommunikationsdienste von Kabel Deutschland dauerte bis Sonntagabend an. Erst dann hatten Techniker als Ersatz 400 neue Glasfaserkabel durchgezogen.

Laut Kabel Deutschland ist das der erste derartige Fall von Vandalismus überhaupt. Kabel Deutschland wird den betroffenen Kunden jedoch kein Geld erstatten, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg RBB berichtet.

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