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VW e-up! kann nach der nächsten IAA bestellt werden

14.03.2013 | 14:32 Uhr |

VW wird auf der nächsten IAA in Frankfurt den neuen e-up! vorstellen. Diese ausschließlich mit Strom betriebene Version des VW Kleinstwagen up! soll mit einer Batterieladung bis zu 150 Kilometer weit kommen. Nach der Messe man man den Wagen bestellen.

Der up ist der kleinste Wagen, den VW derzeit anbietet. Er konkurriert im Kleinstwagensegment unter anderem mit dem Toyota Aygo (baugleich mit Citroen C1 und Peugeot 107), Smart, Fiat 500 und dem Ford Ka sowie den entsprechenden Modellen von Kia und Hyundai. Aufgrund seiner geringen Außenabmessungen eignet sich der up! ideal für den (Groß)-Stadtverkehr, für Pendler und als Zweiwagen. Da liegt es nahe, ihn als Elektro-Auto auf den Markt zu bringen. Genau das macht Volkswagen – auf der nächsten Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt kann man den Elektrowinzling e-up! bewundern.
 
Der e-up! ist der „erste vollelektrische Volkswagen“, wie die Wolfsburger verkünden. Er bietet Platz für vier Personen und soll unter optimalen Bedingungen eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer ermöglichen. Danach muss man seine Lithium-Ionen-Akkus aufladen. Das geht auf zweierlei Art: An der Standardsteckdose oder an einer Schnellladestation (die in Deutschland aber noch eine Rarität ist). Sofern man eine solche Schnellladestation findet, kann man daran den e-up! in 30 Minuten auf bis zu 80 Prozent seiner Speicherkapazität wieder aufladen. An der normalen Haushaltssteckdose muss der e-up dagegen sechs bis acht Stunden hängen, um wieder ganz geladen zu sein. Das für den up! erhältliche optionale Navigationssystem "maps&more" zeigt E-Tankstellen an und kann über regelmäßige Updates oder manuelle Einträge auf dem aktuellen Stand gehalten werden, wie Sonja Tyczka von der Volkswagen AG-Produktkommunikation auf unsere Nachfrage hin erklärte.
 
Die PS-Leistung des Winzlings kann sich sehen lassen: 82 Pferdestärken (60 kW) treiben den kleinen Wolfsburger maximal an. Die Dauerleistung beträgt immerhin noch 55 PS. E-Motor-typisch steht das Drehmoment (maximal 210 Newtonmeter) sofort mit voller Wucht zur Verfügung, der e-up dürfte also einen bemerkenswerten Antritt versprechen. Und das nahezu lautlos, nur begleitet vom Abrollgeräusch der Reifen und den Fahrtwindgeräuschen. Das Schalten übernimmt ein Automatikgetriebe.
 
Der e-up soll den Sprint von 0 auf 100 km/h innerhalb von 14 Sekunden schaffen, die Höchstgeschwindigkeit gibt VW mit 135 km/h. Die im Unterboden integrierte Lithium-Ionen-Batterie hat eine Speicherkapazität von 18,7 kWh. Der e-up wiegt für ein derart kleines Auto vergleichsweise viel, nämlich 1185 Kilogramm. Hier fordern die schweren Akkus ihren Tribut.

Die Schnittstelle zum Aufladen der Batterie verbirgt sich im e-up! hinter dem „Tankdeckel“. Dabei kommt optional das von Volkswagen und weiteren Herstellern standardisierte Ladesystem CCS (Combined Charging System) zum Einsatz. Es unterstützt Gleich- und Wechselstromladung gleichermaßen. So können die Fahrer an den meisten Ladestationen unabhängig von Stromquelle und angebotener Ladegeschwindigkeit laden.

Im Herbst wird der e-up! auf der IAA (Internationale Automobil Ausstellung) in Frankfurt seine Messepremiere feiern und anschließend bestellbar sein. Zum Preis machte VW noch keine Angaben, Marktbeobachter rechnen aber mit einem Preis von unter 25.000 Euro. Der e-up dürfte ein Hauptkonkurrent zum Smart fortwo electric drive werden, bietet gegenüber diesem aber den Vorteil von vier Sitzplätzen und ein sicherlich besseres Fahrverhalten aufgrund des längeren Radstands.

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