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VW Golf Cabrio schwächelt im Überschlagstest

02.06.2014 | 15:36 Uhr |

Der ADAC führte mit vier beliebten Cabrios einen Überschlags-Crashtest durch. Das Ergebnis: Die Cabrios zeigten deutliche Unterschiede bei der Sicherheit, vor allem der Klassen-Primus von VW schwächelte.

Test-Ablauf
 
Die Modelle Opel Cascada, Peugeot 308 CC, Renault Mégane CC und VW Golf Cabriolet wählte der ADAC aufgrund ihrer Marktbedeutung und der höchsten Zulassungszahl in Deutschland aus. Mit einem Katapult wurden die Fahrzeuge auf der Crash-Anlage des ADAC Technik-Zentrums in Landsberg am Lech mit rund 50 km/h abgeworfen, sodass sie um die Längsache rotierten. Der Test wurde bei der Vorbereitung und Umsetzung von externen Gutachtern der Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden begleitet und geprüft.

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Geprüft wurde die statische Sicherheit der Karosserie, also wie stark sich der „Überlebensraum“ beim Überschlag durch die Verformung der Windschutzschreibe verringerte, und wie die Köpfe der Dummys – zwei in der Sitzreihe vorne, zwei auf den hinteren Plätzen – mit dem Boden in Berührung kamen und mit welcher Intensität. Dabei wurde festgehalten, wie Überrollbügel sowie Gurtstraffer reagierten und wie Kopf- und Seitenairbags auslösten.
 
Test-Ergebnis
 
Zweimal gut, einmal befriedigend und einmal ausreichend – das sind die Ergebnisse des aktuellen ADAC-Überschlagstests, bei dem der ADAC je ein Exemplare von Opel Cascada, Renault Mégane CC, Peugeot 308 CC und dem VW Golf Cabriolet auf den Rücken legte.
 
Opel und Renault: Note 2
 
Der Opel Cascada und den Renault Mégane CC erhielten vom ADAC ein „gut“. Beiden bescheinigten die Tester gute Werte für den Insassenschutz. Die erste Sitzreihe im Opel hatte befriedigende Werte bei der Verformung der A-Säule. Die zweite Sitzreihe überzeugte bei den statischen und dynamischen Versuchen durch ein hohes Sicherheitsniveau. Note: gut. Beim Renault sind die Passagiere auf der hinteren Sitzreihe gut geschützt, Fahrer und Beifahrer hatten jedoch höhere Belastungswerte am Kopf, der Kontakt mit der Straße hatte. Note: gut.
 
Peugeot: Note 3
 
Beim Peugeot 308 CC, blieb der Schutzraum intakt. Der Gurtstraffer war für die Dummys aber in der ersten Reihe nicht straff genug. Ihre Köpfe hatten deutlichen Kontakt mit der Straße. Die Fond-Insassen hingegen hatten befriedigende Werte beim Kopfkontakt. Gesamtnote: befriedigend.
 
VW Golf Cabrio zeigt Schwächen: Note 4
 
Ein „ausreichend“ erhielt der vierte Kandidat, der VW Golf. Die Windschutzscheibe verbog sich stärker als erwartet und engte den Schutzraum stark ein. Die Gurtstraffer auf den Vorderplätzen reagierten zu lasch, um die Passagiere im Sitz zu halten. Die Köpfe schlugen daher hart auf dem Asphalt auf - Aua. Auch einer der Passagiere im Fond streifte mit dem Kopf die Fahrbahn.
 
Fazit: Bei der Stabilität der Säulen, des Frontrahmens und der Auslöse-Sensorik der Gurtstraffer gibt es noch Verbesserungspotenzial beim VW.
 
Der ADAC rät Cabriofahrern dazu, zur Erhöhung der Sicherheit die Sitzposition möglichst tief zu wählen, weil sich die Sicherheitsreserve beim Überschlag erhöht. Die Personengröße sollte nie über den Kopfschutz hinausragen. Auf allen Plätzen im Cabrio sollten Gurtstraffer verbaut sein.
 

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