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VPN-Anbieter Cryptoseal macht dicht

23.10.2013 | 05:01 Uhr |

Nach Lavabit schließt nun auch der VPN-Anbieter Cryptoseal sein Angebot für Privatkunden. Der Grund: Das Unternehmen könne seinen Kunden nicht mehr den zugesicherten Schutz ihrer Daten gewährleisten.

Im Zuge der Enthüllung des NSA-Überwachungsskandals musste vor wenigen Wochen der Email-Anbieter Lavabit seine Pforten schließen. In dieser Woche zieht nun auch der VPN-Dienstleister Cryptoseal die Konsequenzen. In einem offiziellen Statement erklärt das Unternehmen, dass man vor allem Privatkunden den zugesicherten Schutz ihrer Daten nicht mehr gewährleisten könne.

Unter derzeitigem US-Recht könne die Regierung jederzeit ein Gerät zu Überwachung von Nutzern installieren. Leistet das betroffene Unternehmen dieser Aufforderung nicht folge, kann die US-Regierung auf juristischem Wege die Herausgabe der Sicherheitsschlüssel erzwingen. In einem solchen Fall müsste sich auch Cryptoseal beugen und würde somit alle Kunden gefährden.

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Aus diesem Grund stellt Cryptoseal sein VPN-Angebot für Privatkunden ein. Geschäftskunden seien davon nicht betroffen und könnten Cryptoseal auch weiterhin nutzen. Das Unternehmen arbeite zudem mit Hochdruck an neuen Wegen für sichere VPN-Kommunikation, um in den nächsten Monaten einen neuen Service starten zu können.

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