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VMware vereinfacht das Software Defined Datacenter

16.10.2013 | 11:18 Uhr |

VMware präsentiert auf der VMworld 2013 in Barcelona zahlreiche Produkt-Updates, die das Management von Cloud-Diensten vereinfachen sollen. Zusätzlich will der Hersteller mit überarbeiteten Komponenten der Horizon-Suite, die Desktop-Virtualisierung in Unternehmen erleichtern.

Zwar hat VMware auf der VMworld 2013 in San Francisco bereits zum Rundschlag ausgeholt und zahlreiche Produktneuigkeiten präsentiert. Doch einiges hat der Hersteller für Cloud- und Virtualisierungs-Lösungen für die aktuell stattfindende europäische VMworld 2013 in Barcelona aufgespart.

Dabei handelt es sich in erster Linie um Updates der bestehenden Cloud-Management-Lösungen, die eine Automatisierung von IT-Cloud-Services und Plattformen in Hinblick auf ein Software Defined Datacenter (SDDC) erleichtern sollen.

Dazu gehört das vCloud Automation Center in der aktuellen Version 6.0 . Das Software-Paket unterstützt IT-Abteilungen beim Ausrollen von IT-Services inklusive einer Automatisierung von Release Zyklen. Die Lösung beinhaltet einen Self-Service-Katalog, so dass Anwender bei Bedarf einen entsprechenden Service abrufen können. Laut VMware wurde die Lösung, um Multi-Plattform- und Multi-Cloud-Fähigkeiten erweitert. Sie unterstütz jetzt den VMware vCloud Hybrid Service und VMware NSX sowie auf Red Hat Enterprise Linux OpenStack-basierende Cloud-Umgebungen.

VMware CEO Pat Gelsinger eröffnete die VMworld 2013 in Barcelona und stellte eine Reihe von Produkt-Updates für das Software Defined Datacenter und das End-User-Computing vor.
Vergrößern VMware CEO Pat Gelsinger eröffnete die VMworld 2013 in Barcelona und stellte eine Reihe von Produkt-Updates für das Software Defined Datacenter und das End-User-Computing vor.
© VMware

Das Update der vCenter Operations Management Suite 5.8 ermöglicht es, IT-Prozesse, die in physikalischen als auch in virtuellen Umgebungen laufen, auf einer einzigen zentralen Operations-Management-Plattform zu überwachen. Das soll dem IT-Verantwortlichen zum Beispiel das Performance-, Kapazitäts- oder Konfigurations-Management erleichtern. Zusätzlich erweitert die neue Version die Analysemöglichkeiten von Storage-Subsystemen verschiedener Hersteller, um Ressourcen-, Performance-Engpässe oder Konfigurationsfehler vorzubeugen. Des Weiteren hat VMware in das Dashboard Analysemöglichkeiten für Microsoft Hyper-V- und Amazon-Web-Services-basierte Applikationen integriert.

Zum neuen Funktionsumfang der VMware IT Business Management Suite 8.0 Advanced und Enterprise Editionen gehören personalisierte Dashboards. Diese sollen CIOs, CFOs oder IT-Projektmanagern in Unternehmen helfen, anfallende IT-Kosten zu vergleichen. Dabei nutzt das Tool das VMware-IT-Benchmarking, welches einen dedizierten Kostenvergleich mit Unternehmen, die eine vergleichbare IT-Infrastruktur besitzen, ermöglicht. Damit können IT-Budgetverantwortliche die aktuellen Kosten und den Ressourcen-Verbrauch ihrer IT-Infrastruktur überblicken beziehungsweise abschätzen.

Am vCenter Log Insight 1.5 hat VMware zahlreichen Optimierungen durchgeführt. So lässt sich die aktualisierte Big-Data-Log-Analysesoftware einfacher in Enterprise-Umgebungen implementieren. In Verbindung mit VMware vSphere soll die Lösung optimierte Analysemöglichkeiten der Infrastruktur-Software und Hardware von virtualisierten beziehungswiese Cloud-Umgebungen bieten.

Neben den erweiterten Cloud-Lösungen stellt der Virtualisierungs- und Cloud-Spezialist auch ein überarbeitetes End-User-Computing-Portfolio vor. Die Neuerungen betreffen hauptsächlich die Komponenten der VMware Horizon Suite. Es handelt sich dabei um eine Plattform, die sowohl virtuelle als auch physische Endgeräte aller Kategorien miteinander verknüpft und zentral verwaltet. Die Horizon Suite setzt sich aus den Bausteinen Horizon View, Horizon Mirage und Horizon Workspace zusammen.

Mit Horizon View kann der Anwender Virtuelle Desktops erstellen. Die neue Version 5.3 bietet unter anderem eine erweiterte 3D-Grafik-Unterstützung. So lässt sich jetzt die Virtual Dedicated Graphics Acceleration (vDGA) von NVIDIA nutzen. Die Funktion ermöglicht grafikintensive Programme zu verwenden, ohne die physische beziehungsweise virtuelle Hardware extrem zu belasten. Zusätzlich bietet View5.3 mit der Unterstützung des H.264-Standards eine verbesserte Video-Codierung. Weitere Neuerungen sind USB-3.0- und HTML5-Support sowie Unterstützung von Windows 8.1, Apple iOS 7 und Google Chromebook.

Dagegen übernimmt VMware Horizon Mirage das Management der mit Horizon View erstellt Systeme. Mit der neuen Version 5.3 ermöglicht der Hersteller jetzt sogenannte Image-Layer zu nutzen, um gleichzeitig physische und virtuelle Desktops zentral zu verwalten. Darüber hinaus bietet VMware in VMware Horizon Mirage 4.3 eine verbesserte Windows-7-Migration und ein erweitertes webbasiertes Management.

Laut VMware sollen alle neu vorgestellten Produkte bis zum Ende des Jahres verfügbar sein (hal/tecChannel).

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