187975

Kompetenzzentrum für SAP-Virtualisierung

28.02.2008 | 13:37 Uhr |

SAP-Experten sollen in Sachen Virtualisierung bessere Unterstützung bekommen. VMware richtet zusammen mit dem Systemhaus AddOn ein Kompetenzzentrum ein.

Die Gründung des Zentrums hat der Virtualisierungsspezialist am zweiten Tag seiner Partner- und Kundenkonferenz VMworld Europe 2008 in Cannes bekannt gegeben. Das "Virtualization Competency Center" (VCC) soll SAP-Beratern helfen, ERP-Applikationen der Walldorfer auf "VMware Infrastructure 3", die dritten Generation der Virtualisierungs -Suite von VMware, zu migrieren. In dem Kompetenzzentrum kann der SAP-Betrieb in einer virtualisierten Umgebung neu konzipiert und getestet werden.

Betrieben wird das VCC mit Sitz in Walldorf von AddOn. Die Initiative zum Aufbau dieser Einrichtung ging von SAP aus, als der Hersteller im Dezember 2007 mit dem Support der eigenen Software auf dem VMware ESX Server begonnen hatte.

In dem Kompetenzzentrum können SAP-Partner ihre Kunden über die Möglichkeiten der virtuellen VMware-Infrastruktur informieren. AddOn hilft bei Design, Tests und Anpassung der virtualisierten SAP-Lösungen. Darüber hinaus verspricht der VCC-Betreiber, Kenntnisse zu den geeigneten Verfahren bei der Migration von SAP-Lösungen auf virtuelle IT-Infrastruktur zu vermitteln. Ziel ist es, virtualisierte SAP-Landschaften genauso stabil zu halten wie deren physische Pendants. Außerdem berät AddOn, wie man derartige Systeme effizient managen und schnell den Return on Investment beim Kunden erreichen kann.

So offeriert das Systemhaus vor Ort in Walldorf Vor-Ort-Schulungen inklusive der zum "VMware Certified Professional" (VCP). Diese Zertifizierung sollten diejenigen SAP-Partner erwerben, die bei ihren Kunden virtualisierte Landschaften errichten wollen. Zudem bietet AddOn ihnen dort den "Virtualization Check" in Form seines "Consulting in a Box"-Pakets. Es enthält Analysen und Dokumentation zum aktuellen IT-Stand eines SAP-Kunden, und gibt ihn darauf hin unter Umständen einen Empfehlungskatalog an die Hand, was er bei der geplanten Virtualisierung beachten sollte.

"Wir erleben die Schwierigkeiten, die Unternehmen bei der Nutzung ihrer physischen Infrastrukturen haben. Um maximale Verfügbarkeit und Leistung sicherzustellen, teilen Kunden oft jeder Applikation einen physischen Server zu, was in einem insgesamt geringen Nutzungsgrad resultieren kann", erklärt Brian Byun, oberster Partner-Verantwortlicher bei VMware .

Er verspricht nun, die Nutzungsrate eine physischen Servers um bis zu 70 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig sollen SAP-Anwendungen in diesen virtuellen Serverm auch mit 64 Bit laufen. Bei der Administration derartiger Systems hilft die "VMware VMotion"-Technologie .

"Virtuelle Infrastruktur ist aufgrund ihrer Flexibilität und Skalierbarkeit eine besonders geeignete Betriebsumgebung für SAP-Lösungen. Sie hilft Kunden, die Systemnutzung zu maximieren und ihre Ausgaben für physische Infrastruktur zu senken", erläutert Thomas Grimm, Geschäftsführer von AddOn Systemhaus GmbH. "Um jedoch voll zu erfassen, was Virtualisierung für sie leisten kann und eine Infrastruktur zu konzipieren, die ihren Anforderungen entspricht, müssen Kunden die Technologie modellieren, testen und evaluieren können, bevor sie mit dem Implementierungsprozess beginnen. Zu diesem Zweck haben VMware und AddOn das VCC geschaffen." (rw)

0 Kommentare zu diesem Artikel
187975