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VMware Fusion kommt am Montag

03.08.2007 | 11:25 Uhr |

VMware hat seine Virtualisierungssoftware "Fusion" für Intel-basierende Macs fertiggestellt. Am Montag soll das Produkt offiziell herauskommen.

Letzte Chance also für alle Interessierten, Fusion noch zum halben Preis von 39,99 Dollar (plus Mehrwertsteuer!) vorzubestellen - die finale Version wird 79,99 Dollar kosten. Fusion ermöglicht den Betrieb alternativer Betriebssysteme wie Windows, Linux oder Solaris unter Mac OS X. Windows lässt sich dabei auch aus einer Installation in Apples Dual-Boot-Lösung "Boot Camp" heraus nutzen, so dass keine zweite Lizenz für das Microsoft-Betriebssystem benötigt wird. Das "Unity"-Feature ermöglicht die Integration von Windows-Programmen in das Mac-Betriebssystem, ohne dass der Windows-Schreibtisch überhaupt angezeigt werden muss.

VMware konkurriert im Markt für die Virtualisierung von Intel-Macs vor allem mit dem Pionieranbieter Parallels , dessen "Parallels Desktop" seit gestern in einer weiter verbesserten Beta der kommenden Version 3.0 vorliegt. Pressesprecher Benjamin Rudolph wandte sich angesichts der bevorstehenden Fusion-Markteinführung eigens an die Presse um zu betonen, Parallels sei und bleibe Marktführer bei der Mac-Virtualisierung. Für VMware sei der Mac-Markt vollkommen neu und zudem nur ein kleiner Teil des Gesamtportfolios. Trotzdem spricht aus Rudolphs E-Mail zwischen den Zeilen eine relativ unverhohlene Angst vor dem neuen Wettbewerber - der Parallels-Mann weiß natürlich nur zu gut um den Wert der starken Marke VMware.

In der Tat bleibt abzuwarten, ob es der EMC-Tochter gelingen kann, mit dem schnellen Entwicklungstempo von Parallels Schritt zu halten. Fusion hat auf der anderen Seite neben der Marke natürlich eindeutige Vorteile durch seine VMware-Herkunft - beispielsweise die Möglichkeit, virtuelle Maschinen aus anderen VMware-Produkten und vorinstallierte Virtual Appliances aus dem VMTN zu nutzen. Bislang sieht das Rennen noch offen aus; man darf gespannt sein, ob mittelfristig ein eindeutiger Sieger daraus hervorgehen kann. Die Nutzer können sich einstweilen freuen, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. ( Computerwoche )

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