VMS

Studie zur Virtualisierung von SAP-Betriebsumgebungen

Montag den 06.10.2008 um 13:35 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Lohnt sich der Umstieg von SAP-Systemen im Eigenbetrieb auf virtualisierte SAP-Betriebsumgebungen? Dieser Frage ging eine neue Studie nach.
VMS , der nach eigenen Angaben führende SAP-Benchmarker, gibt die Ergebnisse einer Studie mit dem Titel "Dynamic Services für den SAP-Betrieb" bekannt . Die Studie im Auftrag von T-Systems untersucht durch Vergleich verschiedener SAP-Betriebsformen die Wertschöpfung eines virtualisierten SAP-Betriebs, den T-Systems unter dem Namen "Dynamic Services" anbietet. Unter Dynamic Services laufen SAP-Systeme nicht mehr auf dedizierten Servern, sondern nutzen flexibel die Ressourcen eines gebündelten Server-Pools.

Als Basis der Studie dienten von VMS durchgeführte Benchmarks der SAP-Umgebungen von zwölf Unternehmen mit insgesamt 25 eingesetzten SAP-Systemlinien. Von diesen betreiben jeweils vier ihr System im klassischen Eigenbetrieb, im Outsourcing in Form einer dedizierten Server-Umgebung sowie im Outsourcing in der dynamischen (virtualisierten) Betriebsumgebung von T-Systems. Alle Unternehmen stammen aus dem gehobenen und mittleren Mittelstand verschiedener Branchen. In der Untersuchung wurden die einzelnen Systeme tief greifend analysiert, den gesammelten Daten aus über 1600 bereits von VMS vermessenen SAP-Landschaften gegenübergestellt und die Abweichung von Best-Practice ermittelt.

Die Studie soll laut VMS belegen, dass die Virtualisierung das bessere Ergebnis in Bezug auf zugesicherte Qualität, Performance und Preis im Vergleich zu den anderen Betriebsformen erbringt. Die Vorteile des dedizierten Outsourcings gegenüber dem klassischen Eigenbetrieb würden durch ein industrialisiertes Betriebsmodell weiter ausgebaut und verfeinert. So kann der Betrieb aufgrund reduzierter Aufwände für den RZ-Betrieb kostengünstiger angeboten werden. Durch die Virtualisierung wird stets genügend Leistung zur Verfügung gestellt, so dass das oftmals beobachtete Oversizing der Hardware beim traditionellen Outsourcing vermieden wird, wie VMS erklärt.

Der Umstieg auf eine virtualisierte Umgebung erspare laut VMS durchschnittlich rund zehn Prozent der Kosten gegenüber Eigenbetrieb oder Outsourcing auf dedizierter Umgebung. Allerdings ist die Bandbreite der zu beobachtenden Kosten bei gleicher Leistung recht breit, so dass im konkreten Fall Einsparpotenziale von bis zu 33 Prozent bei einem Umstieg auf "Dynamic Services" möglich sein würden.

Montag den 06.10.2008 um 13:35 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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