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Neuer VLC Player mit GPU-basierter Video-Dekodierung

23.06.2010 | 15:47 Uhr |

Die neue Version des quelloffenen VLC Player beseitigt eine kritische Sicherheitslücke aus Version 1.0.5 und bringt zahlreiche Verbesserungen bei der Medienwiedergabe.

In der finalen Version von VLC Player 1.1.0 , die in dieser Woche veröffentlicht worden ist, haben die Entwickler einige grundlegende Veränderungen am Programm-Code vorgenommen. Ein Ergebnis dessen ist eine schnellere Wiedergabe von HD-Videos. Das Shoutcast-Modul ist entfernt worden und eine Sicherheitslücke ist nun beseitigt.

Im RTMP-Modul von VLC Player 1.0.5 steckt eine Sicherheitslücke, die das Einschleusen von Code ermöglicht. Die Entwickler haben das Modul bereits in der Version 1.0.6 entfernt, jedoch nie eine nutzbare Windows-Version zum Download angeboten, lediglich den Quelltext. Die neue Version 1.1.0 bringt nun ein neues Modul namens "avio" mit, das den Zugriff RTMP-Streams erschließt.

Die Videolan -Entwickler haben eine einfach zu nutzende Schnittstelle für Erweiterungen eingebaut, die auf der Programmiersprache LUA aufsetzt. Seltener benötigte Funktionen sind aus dem Kern der Software in solche Erweiterungen ausgelagert worden.

Zahlreiche Verbesserungen am Programm-Code, der zum Teil sogar komplett neu geschrieben worden ist, führen zu einer flüssigeren Wiedergabe von HD-Videos. Es werden noch mehr Medienformate (Video und Audio) unterstützt als bereits bislang. Dazu zählen etwa MPEG-4 lossless, VP8 und Bluray-Untertitel. Wegen ständiger Querelen mit AOL haben die Entwickler den Shoutcast-Dienst aus dem VLC Player entfernt.

Neu ist die Unterstützung für GPU-beschleunigte Video-Dekodierung. VLC Player kann nun die Fähigkeiten der Grafik-Chips nutzen, um den Hauptprozessor von der Dekodierung von HD-Videos zu entlasten. Unter Windows klappt das allerdings zurzeit nur mit Nvidia-Chips, bei AMD/ATI-basierten Grafikkarten scheitert es an fehlerhaften Treibern. Um auch Intel-Chips zu nutzen, benötigen die Entwickler Zugang zu Ressourcen des Herstellers.

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