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VG Media fordert 6 Prozent von Googles Umsatz

28.04.2015 | 17:04 Uhr |

Im Rahmen des Leistungsschutzrechtes soll Google 6 Prozent seines deutschen Umsatzes an die VG Media abtreten.

Die Verwertungsgesellschaft VG Media gab in dieser Woche Einblicke in ihr Verfahren gegen den Suchmaschinen-Riesen Google. Wie die Neue Presse in Hannover heute berichtet , habe die Gesellschaft errechnen lassen, dass Google in Deutschland Umsätze zwischen 3 und 5,8 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Von diesem großen Kuchen wollen die deutschen Verlage ein Stück abbekommen. Wenn Textanreißer ihrer Publikationen in Googles Suchergebnissen genutzt werden, stehen den Verlagen nach deren Auffassung auch Anteile an den Google-Umsätzen zu. Der pauschale Regelvergütungssatz für Verwertungsgesellschaften beträgt 10 Prozent des Umsatzes. Für digitale Verwertungen wird ein weiterer Zuschlag von einem Prozent fällig, womit der VG Media laut Geschäftsführer Markus Runde 11 Prozent des Google-Umsatzes zustehen würden.

Verlage verzichten auf Leistungsschutzrecht-Ansprüche

Da die an der VG Media beteiligten Verlage jedoch nur rund die Hälfte aller Seitenaufrufe der deutschen Medienhäuser generieren, haben sich die VG-Media-Partner auf eine Forderung in Höhe von 6 Prozent geeinigt. Anfang Juli wird sich entscheiden, ob sich die Verwertungsgesellschaft damit gegen den US-Konzern wird durchsetzen können.

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