26.10.2011, 18:34

Michael Söldner

VDSL

Telekom darf keine irreführende Werbung machen

©telekom.de

Die Deutsche Telekom sieht sich mit einem Gerichtsurteil konfrontiert, das irreführende Werbung für das Call & Surf Comfort VDSL-Paket künftig untersagt.
Nach einer Klage von Verbraucherschützern vor dem Landgericht Bonn gegen die Deutsche Telekom ist nun ein Urteil gefallen. Demnach dürfte das Unternehmen künftig nicht mehr mit hohen Übertragungsgeschwindigkeiten für sein Call & Surf Comfort VDSL-Paket werben, ohne dabei auch deutlich auf die Verringerung des DSL-Tempos ab einem bestimmten Volumen hinzuweisen. Eine solche Information erhalten Nutzer nur über eine versteckte Internetseite. Das Gericht drohte gleichzeitig mit einer Strafzahlung von 250.000 Euro, sollte die Deutsche Telekom dieser Vorgabe nicht gerecht werden. Der Telekommunikationsanbieter hat jedoch bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt.
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Grund für die Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband war eine Werbeanzeige der Telekom. Darin hatte das Unternehmen neue Kunden mit dem Begriff „Luxus-Highspeed-Surfen“ gelockt und gleichzeitig behauptet, es gäbe keine Zeit- oder Volumenbeschränkung. Da für viele Nutzer gerade die Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses für den Kauf entscheidend sei, müssten die Verbraucher laut Urteil auch in geeigneter Form über eine spätere Drosselung in Kenntnis gesetzt werden.

Dieser Hinweis wäre laut Gericht in einem Dokument zur Leistungsbeschreibung versteckt gewesen. An dieser Stelle hätten selbst kritische Käufer nicht mit einer solchen Regelung gerechnet. Die Deutsche Telekom reduziert die Geschwindigkeit ab einem Datenvolumen von 100 Gigabyte.
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