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VDSL-Streit: Jetzt drohen Telekom-Konkurrenten Investitionsstopp an

24.11.2006 | 15:40 Uhr |

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom haben die geplante Befreiung des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes des Bonner Konzerns von der Regulierung kritisiert und mit einer Absenkung ihrer Investitionen gedroht.

In dem heutigen regulatorischen Umfeld seien Investitionen in weitere Netze eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen, sagte der Präsident des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), Peer Knauer, am Donnerstag in Berlin. Die Regierungskoalition will das neue Telekom-Netz für eine befristete Zeit von der Regulierung befreien. Die EU- Medienkommissarin Viviane Reding hat dies scharf kritisiert und droht mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland.

Die durch den Verband Breko vertretenen Unternehmen investieren nach Angaben von Knauer in diesem Jahr 860 Millionen Euro und damit 110 Millionen Euro mehr als 2005. „Damit investieren wir unser operatives Ergebnis komplett in den Netzausbau“, sagte Knauer, der auch Vorstandschef von Versatel Deutschland ist. Sollte das VDSL-Netz der Telekom von der Aufsicht befreit werden, dann würden die Investitionen der Breko-Unternehmen deutlich sinken. Im Streit um eine Freistellung des Hochgeschwindigkeitsnetzes von der Regulierung hatte auch die Telekom mit einem Investitionsstopp gedroht, falls sie VDSL für Konkurrenten öffnen müsste. (dpa/hal)

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