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VBE: Handy-Verbot wenig hilfreich

28.03.2006 | 09:10 Uhr |

Der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung setzt statt auf ein Handy-Verbot an Schulen auf klare Umgangsregeln.

Den Ruf nach einem generellen Handy-Verbot in Schulen bezeichnet der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung ( VBE ) Ludwig Eckinger als „in der Sache wenig hilfreich". „Behördliche Verbote schwächen eher die Autorität von Lehrerinnen und Lehrern". Verbote dieser Art wären nur ein trügerischer Schutz und würden auf Dauer den pädagogischen Anspruch einer Schule deformieren.

Eckinger betont: „Entscheidend ist, dass an der Schule ein Konsens zwischen Eltern, Schülern und Lehrern über allgemeine Umgangsregeln ausgehandelt und dann auf deren Einhaltung konsequent bestanden wird. Ein solche „Schulverfassung" kann regeln, dass Handys im Unterricht grundsätzlich ausgeschaltet werden müssen". Im Kern müsse es immer um den Gebrauch von Freiheit gehen. Das schließe die offensive pädagogische Auseinandersetzung mit Gewalt ein, ganz gleich, ob es um reale oder um virtuelle Gewalt gehe. Eckinger appelliert an die Souveränität der Lehrerinnen und Lehrer, nicht vor neuen Medientechniken zu kapitulieren. Medienkompetenz sei immer mehr unverzichtbarer Teil der befragten Autorität von Lehrerinnen und Lehrern.

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