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T-Mobile nimmt Vodafone Marktanteile ab

Die Verbindungsminuten im deutschen Telekommarkt werden in 2007 erneut stark zulegen. Vor allem im Mobilfunk sorgen geringe Minutenpreise dafür, dass Verbraucher häufiger zum Handy greifen - diese Entwicklung wirkt sich allerdings negativ auf den Gesamtumsatz der Branche aus: er sinkt. Dennoch gibt es einen lachenden Dritten. Die Deutsche Telekom ist in Festnetz und Mobilfunk Marktführer.

Wenn die Telekommunikations-Unternehmen am 1. Januar 2008 die Korken knallen lassen, blicken sie mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr zurück. Zwar konnten die Anbieter ein deutliches Wachstum bei den Verbindungsminuten in Festnetz und Mobilfunk verzeichnen, allerdings wirkte sich der wettbewerbsbedingte Preisverfall negativ auf den Umsatz der Branche aus.

Laut der aktuellen Marktstudie von VATM und der Dialog Consult GmbH gehen die Gesamteinnahmen in 2007 um 2,8 Prozent auf 63,4 Milliarden Euro zurück. Vor allem der Festnetzbereich entwickelt sich mit einem Umsatz von 37 Milliarden Euro (minus 1,4 Milliarden Euro) rückläufig, während der Mobilfunk mit 26,4 Milliarden Euro nahezu unverändert bleibt (minus 0,4 Milliarden Euro). In beiden Sektoren ist die Marktmacht der Deutschen Telekom zu beobachten: Während sie das Festnetz mit einem Umsatzmarktanteil von 62,5 Prozent (23,1 Milliarden Euro) dominiert, ist deren Handytochter T-Mobile mit 27,7 Prozent (7,3 Milliarden Euro) im Mobilfunk der umsatzstärkste Anbieter Deutschlands.

Nach den aktuellen Schätzungen wird der Marktführer zum Jahresende 2007 bundesweit rund 36,7 Millionen Kunden betreuen, der Marktanteil beträgt damit 38,2 Prozent (plus 1,6 Prozent). Der zweitplatzierte Anbieter Vodafone kommt dagegen im Jahr 2007 auf einen Marktanteil von 34,3 Prozent. Trotz einer Zunahme der Kundenzahl um 2,5 Prozent auf 33,1 Millionen, wird er gegenüber dem Vorjahr 1,4 Prozent seines Marktanteils verlieren. Bei E-Plus und o2 sind dagegen kaum Veränderungen zu erwarten. Zwar steigert der Düsseldorfer Netzbetreiber die Zahl seiner Teilnehmer auf 14,5 Millionen (plus 1,8 Millionen), auf den Marktanteil von 15 Prozent (plus 0,2 Prozent) hat das kaum Auswirkungen. o2 käme auf 12,1 Millionen Kunden (plus 1,1 Millionen), der Marktanteil geht leicht um 0,4 auf 12,4 Prozent zurück.

Rund 32,6 Prozent der Gesprächsminuten gehen in das eigene Netz des jeweiligen Anbieters, während 35,9 Prozent ins deutsche Festnetz, 24,5 Prozent in Fremdnetze und immerhin 7 Prozent ins Ausland abgehen. Darüber hinaus ist es den Anbietern seit 2006 gelungen, den mobilen Datentransfer in Deutschland zu etablieren. Erzielten sie in 2005 noch 3,3 Prozent der Service-Umsätze durch Datenübertragung, waren es 2006 bereits 6 Prozent. Für dieses Jahr rechnen die Analysten mit einem Anteil von 8,9 Prozent. Leicht rückläufig entwickln sich die Einnahmen durch SMS: deren Umsatzanteil wird in 2007 auf 13,1 Prozent zurückgehen (minus 07 Prozent). MMS sind nach wie vor ein Nischenprodukt (1 Prozent).

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