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Urteil: WhatsApp muss AGB in deutscher Sprache anbieten

27.05.2014 | 15:39 Uhr |

Der Messenger-Dienst WhatsApp muss nach einem Urteil des Landgerichts Berlin seine AGB hierzulande auch in deutscher Sprache anbieten.

Der in Deutschland beliebte Messenger-Dienst WhatsApp muss hierzulande seine AGB in deutscher Sprache anbieten. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) entschieden (AZ 15 O 44/13). Die Verbraucherschützer hatten dagegen geklagt, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von WhatsApp nur in englischer Sprache zum Durchlesen bereitstehen. Dies sei deutschen Nutzern nicht zumutbar, so die vzbv in einer Mitteilung zum Urteil. Bei Verbrauchern in Deutschland sei nicht immer davon auszugehen, dass sie die englischen Nutzungsbedingungen und Datenschutzhinweise auch verstehen. Der Ansicht schloss sich auch das Landgericht Berlin an.

Bemängelt wurden auch unvollständige Angaben im Impressum, wodurch es Verbraucher schwerer haben, mit WhatsApp in Kontakt zu treten. So fehle die Postadresse, um sich anders als per Mail-Adresse an das Unternehmen zu wenden. Das Landgericht Berlin gab auch hier dem vzbv recht.

Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. WhatsApp kann gegen das Versäumnisurteil zwei Wochen nach Zustellung noch Einspruch einlegen.

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