13.08.2012, 17:18

Denise Bergert

Urteil

ProSiebenSat.1 verbietet Aufnahmen durch Online-Videorekorder save.tv

©save.tv

Durch ein aktuelles Urteil des Landgerichts München ist es ab sofort nicht mehr möglich, Sendungen von ProSieben und Sat.1 mit dem Online-Videorekorder save.tv aufzuzeichnen.
Über Mediatheken von Privat-Sendern und öffentlich rechtlichen Sendeanstalten können unterschiedliche TV-Formate inzwischen auch zur individuellen Wunschzeit im Internet angeschaut werden. Doch ein Mitschneiden dieser Inhalte, beispielsweise über den Online-Videorekorder save.tv sieht ProSiebenSat.1 nicht gern. Aus diesem Grund hatten die Sendergesellschaften beim Landgericht München I Klage gegen den Online-Dienst eingereicht. Dieser wurde heute zugunsten von ProSiebenSat.1 stattgegeben.
Laut dem Urteil (Aktenzeichen: 7 O 26557/11) ist es save.tv ab sofort nicht mehr gestattet, die Inhalte von ProSieben oder Sat.1 im Auftrag seiner Kunden aufzuzeichnen. Der Mitschnitt von Angeboten der beiden Sender verletzt dem Landgericht München zufolge die Rechte der Sender und darf nur mit einer entsprechenden Lizenz vorgenommen werden. Eine solche besitzt save.tv nicht.
Ein gegenteiliges Urteil konnte save.tv erst im Juli 2011 erwirken. Der Privatsender RTL sah seine Rechte ebenfalls durch die Aufnahme-Funktion des Online-Videorekorders verletzt und forderte eine Entfernung des Angebots. Nach sechsjährigem Rechtsstreit entschied das Oberlandesgericht in diesem Fall schließlich zugunsten von save.tv.
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