Urteil

Facebook-Freundefinder verstößt gegen Verbraucherrechte

Dienstag den 06.03.2012 um 18:20 Uhr

von Denise Bergert

© Facebook
Etappensieg für Verbraucherschützer – Das Landgericht Berlin befindet Facebooks Freundefinder für unzulässig.
Wie der Bundesverband der Verbraucherzentrale (VZBV) heute mitteilt, hat das Landgericht Berlin den Facebook-Freundfinder in einem aktuellen Urteil für unzulässig erklärt. In dem Richterspruch hieß es, dass die Geschäftsbedingungen sowie die interne Personen-Suchmaschine des Social-Network-Giganten gegen geltendes Verbraucherrecht verstoße.

Über den bereits seit einigen Jahren bestehenden Freundefinder können Nutzer des sozialen Netzwerks nach Bekannten suchen und ihnen, falls sie noch nicht registriert sind, eine Email-Einladung senden. Durch die Eingabe des eigenen Mail-Logins wird dann das komplette Adressbuch des Nutzers in die Datenbanken des Netzwerks importiert. Über diesen Umstand informiert Facebook den Verbraucherschützern zufolge jedoch nicht genau genug.

Ebenfalls als anstößig befand das Landgericht Berlin die Nutzungsbedingungen des Social Networks. Hier lässt sich Facebook per Zustimmung seiner Mitglieder ein kostenloses und weltweites Nutzungsrecht an Inhalten einräumen. Dieses greift dann bei persönlichen Inhalten, die in Nutzerprofilen hochgeladen werden. Laut VZBV-Vorstand Gerd Billen ist das aktuelle Urteil ein Meilenstein, der Facebook und Co. zeige, dass die Konzerne den Datenschutz in Europa respektieren müssten.

Fiese Facebook-Fallen - So schützen Sie sich
Fiese Facebook-Fallen - So schützen Sie sich

Dienstag den 06.03.2012 um 18:20 Uhr

von Denise Bergert

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • mike_kilo 20:51 | 07.03.2012

    Wasser auf die Mühlen gegen das Fratzenbuch.

    *btw*
    @as80796
    interessiert ? > Club der Facebook-Verweigerer

    Antwort schreiben
  • as80796 17:46 | 07.03.2012

    Suuuuuuuuuuuuuuuuuuuper

    Dann werde ich künftig endlich vor ungewollten sich x-Mal wiederholenden, ungebetenen Einladungen verschont. Das hatte in der Vergangenheit durchaus zu Differenzen mit Freunden und Bekannten geführt, die sich ihr Adreßbuch so blauäugig/unwissentlich von Gesichtsbuch durchsuchen ließen. Und ich hatte dann den Schei.ß an der Backe.

    Antwort schreiben
1381695