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Urlaubszeit bremst Viren-Aufkommen

02.09.2005 | 14:51 Uhr |

Im August ging die Zahl neu entdeckter Schädlinge zurück, die "Hitliste" wird von alten Bekannten angeführt.

Offenbar machen auch Programmierer von digitalen Schädlingen mal Urlaub - und anscheinend zur gleichen Zeit wie der Rest der Menschheit. Das ist zumindest eine mögliche Interpretation der Zahlen für das Virenaufkommen im August, die der Antivirus-Hersteller Sophos vorgelegt hat.

Bei einem insgesamt leicht rückläufigen Aufkommen dominiert weiterhin die Familie der "Mytob"-Würmer die ersten zehn Plätze in der "Hitliste" der am stärksten verbreiteten Würmer. Sie können jedoch den seit weit mehr als einem Jahr verbreiteten Wurm "Netsky.p" nicht von Platz 1 verdrängen. Eine weitere "Netsky"-Variante und zwei "Zafi"-Würmer komplettieren die Top 10.

Die Netsky-Würmer werden dem vor kurzem verurteilten Sven J. zugeschrieben, während die Mytob-Würmer vermutlich wenigstens teilweise von "Diabl0" stammen, der in der letzten Woche in Zusammenhang mit den "Zotob"-Würmern in Marokko verhaftet wurde ( wir berichteten ). Mytob und Zotob sind sich trotz unterschiedlicher Ausbreitungsmethoden sehr ähnlich.

Die Plug&Play-Würmer wie Zotob, die eine Sicherheitslücke in Windows ausnutzen, schafften es nicht auf die ersten zehn Ränge. Trotz einiger spektakulärer Meldungen aus bekannten Unternehmen, die von diesen Würmern betroffen waren, hält sich ihre Verbreitung insgesamt in Grenzen, da sie praktisch ausschließlich Rechner mit Windows 2000 erfolgreich angreifen können.

Der Anteil infizierter Mails ging im August auf etwa zwei Prozent zurück, jede fünfzigste Mail enthielt also einen schädlichen Anhang. Gegenüber dem Mai, als es noch jede 38. Mail war, ist das ein deutlicher Rückgang, den Sophos der Urlaubszeit zuschreibt. Völlig untätig waren die Virenprogrammierer jedoch nicht - Sophos identifizierte im August über 1600 neue Schädlinge.

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