Urheberrechtsverletzung

Kino.to-Gründer muss sich vor Gericht verantworten

Mittwoch, 09.05.2012 | 17:25 von Michael Söldner
Der Chef des geschlossenen Film-Portals Kino.to muss sich vor dem Leipziger Gericht verantworten. Er hätte sich laut Anklage am stärksten an der illegalen Webseite bereichert.
Nach dem Programmierer und Hoster des illegalen Film-Portals Kino.to  sieht sich nun auch der Gründer und Chef des Netzwerks mit einer Anklage konfrontiert. Der 39-Jährige muss sich derzeit vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Durch den Vertrieb von 135.000 illegalen Filmkopien verletzte der gelernte Bodenleger nicht nur geltendes Urheberrecht, sondern bereicherte sich in großem Maße durch Werbeanzeigen.

Täglich sollen bis zu 3.000 neue Links in das Netzwerk eingetragen worden sein, die Internetseite hatte pro Tag bis zu vier Millionen Besucher. Im Zeitraum von März 2008 bis Juni 2011 wurden damit rund 6,6 Millionen Euro erwirtschaftet, 1,6 Millionen Euro wanderten nach Angaben des Angeklagten an seine Helfer.



Über den Verbleib der übrigen Summe liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Ein großer Teil dürfte jedoch in den ausschweifenden Lebensstil des bis zuletzt auf Mallorca wohnhaften Haupttäters geflossen sein. In einer weiteren Sitzung am 22. Mai soll der Prozess in Leipzig weitergeführt werden. Die Haftstrafe dürfte recht hoch ausfallen, nachdem bereits der Webdesigner, der Administrator sowie der Programmierer zu mehrjährigen Gefängnisaufenthalten verurteilt wurden.

Fernseher ade - TV und Kinofilme gratis im Web
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Mittwoch, 09.05.2012 | 17:25 von Michael Söldner
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