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Lime Wire zahlt Vergleich in Höhe von 105 Millionen US-Dollar

13.05.2011 | 17:07 Uhr |

Im Urheberrechtsstreit um die Tauschbörse Lime Wire ist es zu einem Vergleich gekommen. Portal-Gründer Mark Gorton zahlt 105 Millionen US-Dollar an vier große Plattenfirmen.

In einem Zeitraum von über zehn Jahren wurden über die Internet-Tauschbörse Lime Wire mehrere Milliarden Songs von Nutzern illegal heruntergeladen. Die großen US-amerikanischen Plattenfirmen machen Portal-Gründer Mark Gorton dabei für erhebliche Gewinneinbußen und Jobverluste in der Musikbranche verantwortlich. Heute kam es zwischen Lime Wire und der Recording Industry Association of America (RIAA) zu einer Einigung. Gorton muss demnach für Urheberrechtsverletzungen persönlich haften und zahlt eine Schadenersatz-Summe in Höhe von 105 Millionen US-Dollar an die Major Labels.

Aufgrund eines Urteils aus dem Jahr 2005 mussten so gut wie alle Tauschbörsen in den USA ihren Betrieb einstellen. Lediglich Lime Wire zeigte sich davon unbeeindruckt und setzte seinen Internet-Auftritt bis 2010 fort. Dabei konnte das Portal seinen jährlichen Umsatz auf 6 Millionen US-Dollar steigern. Im vergangenen Jahr entschied dann ein US-Bezirksgericht, dass Lime Wire gegen das Urheberrecht verstößt, woraufhin die Tauschbörse ihren Betrieb einstellte. Die Pläne, Lime Wire in einen legalen Musikdienst umzuwandeln, wurden auf Eis gelegt.

Tauschbörsen legal nutzen

Mark Gorton wird die Strafsumme aller Wahrscheinlichkeit nach, aus seinem Privatvermögen begleichen müssen. Nach Angaben des Gerichts verfügt der Lime-Wire-Gründer über Rücklagen in Höhe von 100 Millionen US-Dollar und Immobilien im Wert von 4 Millionen US-Dollar. Gorton betreibt außerdem eine Firma für Medizin-Software sowie einen Hedgefonds.

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