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Urheberrechtsabgabe: Drucker in Deutschland bald zu teuer?

22.04.2004 | 10:03 Uhr |

Eine Urheberrechtsabgabe von bis zu 70 Euro pro PC-Drucker, wie vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) vorgeschlagen, weisen die in der Initiative "Druck gegen Abgaben" zusammengeschlossenen Hersteller zurück. Unterstützung erhalten sie vom Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien).

Eine Urheberrechtsabgabe von bis zu 70 Euro pro PC-Drucker, wie vom Deutschen Patent- und Markenamt ( DPMA ) vorgeschlagen, weisen die in der Initiative " Druck gegen Abgaben " zusammengeschlossenen Hersteller zurück. Unterstützung erhalten sie vom Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien), berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Das als Schiedsstelle zwischen Herstellern und der Verwertungsgesellschaft VG-Wort fungierende DPMA hat eine von der Druckgeschwindigkeit abhängige Gebühr zwischen acht und 70 Euro pro Gerät vorgeschlagen. Anlass des Schiedsspruchs war ein Rechtsstreit zwischen der VG Wort und Hewlett-Packard um die Rechtmäßigkeit der Abgabe. Die Verwertungsgesellschaft forderte eine Pauschale von 76 Euro. Belastet werden sollten rückwirkend alle seit 2001 verkauften Drucker.

Angesichts von Gerätepreisen ab 30 Euro würde die Abgabe im Schnitt jeden Drucker um 30 Prozent verteuern, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin IPG HP Deutschland. Es sei zu befürchten, dass Kunden nicht bereit seien, den Mehrpreis zu bezahlen und billigere - weil abgabenfreie - Drucker im Ausland kaufen.

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