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Neuregelung ab 2008

30.12.2007 | 15:59 Uhr |

Eine Verschärfung im Urheberrecht führt ab Januar zu einer stärkeren Verfolgung von illegalen Film- und Musikdownloads. Offensichtlich rechtswidrige Angebote dürfen fortan nicht mehr genutzt werden.

Wer Filme und Musik aus zweifelhaften Quellen herunter lädt macht sich ab 1. Januar strafbar. Eine Änderung im aktuell noch nicht eindeutigen Urheberrecht verschärft die Gesetzeslage laut Branchenverband BITKOM noch einmal. Gerade kostenlose und offensichtlich rechtswidrige Inhalte können zu einer Verfolgung durch die Strafbehörden führen. Bieten Künstler ihre Werke hingegen kostenlos zu Werbezwecken an, bräuchten interessierte User keine Bedenken zu haben. Privatkopien von Original-CDs oder eigene Zusammenstellungen für Freunde seien jedoch auch weiterhin zulässig. Jedoch nur, wenn es bei geringen Stückzahlen bleibt, so der Verband. Wer hingegen den Kopierschutz umgeht oder eine offensichtlich unrechtmäßige Kopie weiter vervielfältigt muss mit einer Verfolgung rechnen. Herkömmliche DVDs sind meist mit einem Kopierschutz versehen, bei noch nicht einmal im Kino angelaufenen Filmen sei generell Vorsicht geboten.

Auch auf Urlaubsreisen sollte man generell misstrauisch sein. Die häufig echt wirkenden Raubkopien können vom Zoll ersatzlos beschlagnahmt werden. Wer selbst erstellte Urlaubsvideos mit kommerzieller Musik unterlegt und diese dann im Internet veröffentlicht, muss sich auch weiterhin an die GEMA wenden und die Rechte für das betreffende Musikstück erwerben. Diese Regelung gilt ebenfalls für selbst erstellte Podcasts oder Livestreams im Internet. Websitebetreiber sollten außerdem darauf achten, keine Bilder zu verwenden, die von einer anderen Internetseite stammen. Auch bei Landkartenausschnitten rät BITKOM zu einer selbst erstellten Skizze, um nicht mit den Interessen der Kartenverlage zu kollidieren.

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