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Urheberrecht: Neue Forderungen der Rechteinhaber

10.11.2003 | 13:55 Uhr |

Das "Forum der Rechteinhaber" - ein Zusammenschluss diverser Organisationen der Musik-, Film- und Buchbranche - hat einige Forderungen für den zweiten Korb der Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vorgestellt. Im Hinblick auf die "Pirateriebekämpfung" fordern die Urheberrechtsorganisationen beispielsweise "Auskunftsansprüche über illegale Anbieter" sowie "Schadenersatzregelungen mit abschreckender Wirkung".

Das "Forum der Rechteinhaber" - ein Zusammenschluss diverser Organisationen der Musik-, Film- und Buchbranche zu denen unter anderem der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, der Börsenverein des deutschen Buchhandels, der Deutsche Musikverleger-Verband, die VdS Bildungsmedien und Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) gehören - hat einige Forderungen für den zweiten Korb der Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vorgestellt.

Hauptanliegen der insgesamt 14 Urheberrechtsorganisationen ist laut Gerd Gebhardt, dem Vorsitzendem der deutschen Phonoverbände , folgendes: "Bei der Novelle des Urheberrechts muss sichergestellt werden, dass die Ausnahmen vom Urheberschutz die wirtschaftliche Verwertung der Werke nicht unangemessen beeinträchtigen".

Die Ausnahmen vom Urheberrechtsschutz betreffen unter anderem die "Privatkopie" sowie die Nutzungen durch Bibliotheken, wissenschaftliche Einrichtungen und Archive. Mit Hilfe des so genannten Drei-Stufen-Tests könnte dieser Bereich kontrolliert werden. Er sieht vor, dass Ausnahmen,

  • nur in bestimmten Sonderfällen gelten,

  • nicht die normale Auswertung des Werkes beeinträchtigen und

  • nicht die berechtigten Interessen der Rechteinhaber verletzen.

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