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Microsoft und Puma gemeinsam gegen Produktpiraterie

25.04.2008 | 13:19 Uhr |

Produktpiraterie hemmt Forschung, Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum. Unter diesem Motto warnen die beiden Unternehmen Microsoft und Puma gemeinsam vor dem Problem der Piraterie.

Während Künstler zum Tag des geistigen Eigentums (am 26. April) einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel verfasst haben , veranstalten Microsoft und Puma eine gemeinsame Aktion, um auf die Notwendigkeit des Urheberschutzes aufmerksam zu machen.

Beide Unternehmen sind von der Piraterie betroffen: Microsoft erleidet Schäden durch Raubkopien seiner Software und Puma durch gefälschte Produkte. Beide Unternehmen verweisen auf eine Studie der Business Software Alliance, laut der eine Senkung der Piraterierate in Deutschland von derzeit 28 auf 10 Prozent für mehr als 12.000 neue Arbeitsplätze sorgen würde. Außerdem könnten die Unternehmen mit einem fünf Milliarden höheren Umsatz rechnen.

"Viele Menschen unterschätzen die Schäden durch gefälschte Software. Doch in Deutschland existieren Millionen von Raubkopien. Beim Hochrechnen der dadurch resultierenden Verluste für die Softwarehersteller kommt eine ordentliche Summe zusammen", so Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner sowie Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland.

Helgerth verweist aber auch darauf, die viele Anwender Software einsetzen, bei der sie gar nicht wissen würden, dass es sich um eine Raubkopie handelt. Helgerth: "Sie haben das Computerprogramm zum Beispiel übers Internet erworben und ein vermeintliches Schnäppchen gemacht. Um den dort betriebenen Handel mit Raubkopien einzudämmen, kooperieren wir unter anderem eng mit Internet-Auktionsportalen. Ein Handel mit Raubkopien liegt auch nicht in deren Interesse."

"Gefälschte Produkte sind in der Regel von äußerst schlechter Qualität. Ein Beispiel: Kopierte Laufschuhe sehen vielleicht ihrem Vorbild ähnlich, aber es fehlt neben dem hochwertigen Material das ausgeklügelte Dämpfungssystem des Originals. Folglich besteht beim Laufen eine erhöhte Verletzungsgefahr", warnt Thomas Ehmer, Leiter Abteilung Gewerbliche Schutzrechte bei Puma. Das Unternehmen arbeite mit Ermittlungsbehörden weltweit zusammen, um gegen die Piraterie vorzugehen. Zusätzlich nutze Puma ein Netzwerk von internationalen Kanzleien und Detekteien.

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