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Google soll Torrent-Websites blocken

13.09.2011 | 16:13 Uhr |

Der Internet-Riese Google sieht sich in Großbritannien mit staatlichen Forderungen konfrontiert, wonach Filesharing-Websites künftig aus den Suchergebnissen gestrichen werden sollen.

Mit einer neuen Initiative will die britische Regierung den illegalen Tausch von Filmen und Musik über das Internet erschweren. Kulturminister Jeremy Hunt hat sich direkt an den Suchmaschinen-Betreiber Google  gewandt und eine Streichung von File-Sharing-Angeboten aus den Ergebnisseiten der Websuche gefordert. In einer TV-Sendung will er zusätzlich auch andere Internet-Firmen, Werbetreibende und Kreditkarten-Institute darum bitten, den Betrieb von Torrent-Websites zu erschweren.

Die Aktion soll Druck auf Angebote ausüben, die Kunden täuschen und Urheberrechte  verletzten. Sollten die angesprochenen Unternehmen nicht zu einer Kooperation bereit sein, so wären auch gesetzliche Neuregelungen möglich. Google sieht der britische Minister dabei als Schlüssel im Kampf gegen Internet-Piraterie, da 90 Prozent aller Suchanfragen in Großbritannien über die Server des Unternehmens laufen.

Filesharing - So funktionieren Torrents

Ein Sprecher von Google bezeichnete die bisherigen, eigenen Bemühungen beim Kampf gegen Internet-Piraterie als wegweisend. Man würde sehr eng mit Rechteinhabern zusammenarbeiten und entsprechende Verstöße schon jetzt aus den Ergebnissen entfernen. Jeder Rechteinhaber könnte zudem auch ohne Gerichtsbeschluss eine Verletzung melden, die wenig später in eine Streichung der betreffenden Inhalte aus dem Index von Google mündet.

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