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Urheberrecht: Französischer Verlag verklagt Google

07.06.2006 | 12:04 Uhr |

Die französische Verlagsgruppe Martinière verklagt den Suchmaschinenbetreiber Google. Es geht dabei um das Einscannen und Anbieten von Buchauszügen.

Neuer Ärger für Google . Die französische Verlagsgruppe La Martinière beabsichtigt, das Unternehmen wegen Verletzung von Urheberrechten vor Gericht zu bringen. Es geht dabei um Dienste wie Google Books und Google Scholar , in deren Rahmen Bücher und Teile aus Büchern eingescannt und durch die Suchmaschine verschlagwortet werden. Anwender sollen dadurch Inhalte aus Büchern schneller finden und auch innerhalb von Büchern recherchieren können, sofern Verlage nicht explizit Einspruch dagegen erheben. Werke, deren Urheberrecht bereits abgelaufen ist, sind hier im Volltext erhältlich, andere Werke nur in Auszügen.

Die Verlagsgruppe Martinière ist nicht die erste Firma, die sich gegen die Google-Dienste wehrt. In der Vergangenheit hatten zahlreiche amerikanische Verlage dagegen protestiert, ein einschlägiges bindendes Gerichtsurteil gibt es allerdings noch nicht. Immerhin zeigte auch Google in Gesprächen mit mehreren europäischen Regierungen Verhandlungsbereitschaft.

Die Verlagsgruppe Martinière, zu der neben mehreren französischen Verlagen und einem amerikanischen Buchhändler auch der in München ansässige und auf Bildbände spezialisierte Knesebeck-Verlag zählt, will die Klage sowohl gegen Google France als auch gegen das amerikanische Mutterhaus des Suchmaschinenbetreibers erheben.

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