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Twitter schränkt Drittanbieter mit neuer API ein

Freitag, 17.08.2012 | 14:55 von Friedrich Stiemer
Die neue Twitter-API schränkt Drittanbieter ein.
Vergrößern Die neue Twitter-API schränkt Drittanbieter ein.
© Twitter
Ein Qualitäts-Update soll es sein: Mit der neuen Version 1.1 der Twitter-API möchte die Plattform die Qualtität verbessern, indem sich die Programmier-Schnittstelle nur noch gegen eine Authentifizierung nutzen lässt. Lesen Sie hier, welche weiteren Neuerungen der Anbieter noch einführt.
Drittanbieter von Twitter-Apps müssen sich seit dem heutigen Tag stärkere Auflagen gefallen lassen. Twitter selbst preist das Update auf 1.1 als Qualitäts-Upgrade an: Unter anderem schränkt der Anbieter Programmierer mit einem neuen Authentifizierungs- und Zertifizierungsprozess ein. Außerdem sollen zukünftig nur noch große Applikationen direkten Zugriff auf die API erhalten.

Das erwartet Entwickler mit der Twitter-API 1.1

Weiterhin ist es nun nicht mehr möglich, über eine Drittanbieter-App auf Tweets zu antworten, sie zu favorisieren oder einen Retweet vorzunehmen. So muss sich nun auch fast jeder Client von Twitter authentifizieren lassen. Applikationen mit einer Nutzerschaft von einer Millionen Mitgliedern müssen sich fortan direkt mit Twitter in Kontakt setzen, um weiterhin auf die API zugreifen zu dürfen. Nutzt eine App dagegen nur die Twitter-Kernfunktionen, liegt das Limit bereits bei 100.000 Mitgliedern. Anwendungen die diese Mitgliederzahl bereits aufweisen können, müssen sich noch keine Genehmigung einholen - so lange sie ihre Nutzer nur verdoppeln, denn ab diesem Zeitpunkt ist doch wieder eine Absegnung seitens Twitter nötig.

Eine weitere große Einschränkung ist folgende: Clients ist es nun nicht mehr erlaubt, Facebook-Statuseinträge in einem Schritt auf der Twitter-Timeline zu veröffentlichen. Selbst bei den hauseigenen Entwicklern von Twitter gehen die Meinungen auseinander. Die Reaktionen im Web sind ebenfalls unterschiedlich: Youtube-Entwickler Hunter Walk sieht einige Verbesserungen als Qualitätsmaßnahmen, aber Matthew Panzarino von Next-Web sagt voraus, dass Twitter damit das Ökosystem an Drittanbietern effektiv tötet.

Damit könnte Twitter Entwickler direkt in die Arme des neuen Konkurrenten App.net treiben: Bei dem Dienst sind App-Clients gern gesehen und sollen auch nicht in Zukunft Restriktionen unterliegen.

Freitag, 17.08.2012 | 14:55 von Friedrich Stiemer
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