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Update: Neue Fritz!Box-Firmware: AVM erschwert Modifikationen

07.03.2007 | 10:12 Uhr |

Seit dem 28. Februar bietet AVM für etliche Fritz!Box-Modelle, darunter die weit verbreitet 7050, die neue Firmware-Version 14.04.30 an. Wer auf seinem AVM-DSL-Router Modifikationen installiert hat, sollte diese Version auf keinen Fall einspielen.

Die neue Firmware bietet zwar ein paar Neuerungen wie eine Kindersicherung und Komforteinstellungen bei analogen Telefonen. Auch hat AVM den Kernel auf die Version 2.6.13 upgedatet. Doch gleichzeitig will es AVM experimentierfreudigen Anwendern erschweren, Erweiterungen und Modifikationen zu nutzen.

Als erste Hürde hat man den telnet-Deamon entfernt. Nach dem Firmware-Upgrade hat man somit keine Möglichkeit mehr, über die Datei debug.cfg eingespielte Erweiterungen zu konfigurieren oder auch nur zu entfernen. (Siehe dazu unsere Artikelserie Tuning und Hacks für die Fritz!Box . Hierfür hat unser Kollege Harald Becker, der die Seite www.telefonsparbuch.de betreibt und der den legendären Least-Cost-Router für die Fritz!Box entwickelt hat, aber schon eine Lösung parat. Wenn Sie diese Datei http://www.telefonsparbuch.de/software/fritzbox/TelefonSparbuch_Telnet04.30.tar als Firmware-Upgrade einspielen, haben Sie zumindest wieder einen telnet-Zugang. Da in der neuen Firmware aber auch ein Editor wie bislang vi und nvi fehlt, können Sie Konfigurationsdateien nur sehr umständlich editieren. Aber zumindest das Löschen der debug.cfg ist so möglich.

Kritisch zeigt sich die neue Firmware auch in Kombination mit dem Least Cost Router. Nach dem Update sind die Webkonfigurationsseiten der Fritz!Box nicht mehr ansprechbar. Wer unbedingt die neue Firmware-Version einspielen möchte, sollte vorab unbedingt den Least Cost Router deinstallieren. Harald Becker hat inzwischen eine neue Version des LCR bereitgestellt, den man nach dem Firmware-Upgrade installieren kann.

Laut AVM hat man einige, für den normalen Betrieb nicht notwendige Komponenten wie telnet aus Platzgründen aus der Firmware entfernt, um Platz für neue Features in die Firmware zu schaffen. Bei der Qualitätssicherung sei dann aber eine der Neuerungen durchgefallen. Daher ist der Flashspeicher der Fritz!Box 7050 nicht vollständig belegt, telnet aber dennoch nicht mehr in der neuen Firmware enthalten.

„Wir haben nicht die Absicht, Modifikationen zu erschweren, aber ich bitte um Verständnis, dass wir im Interesse fast aller Kunden bestrebt sind, die Gesamt-Leistungsfähigkeit deutlich zu erhöhen. Dass es dabei zu Problemen bei Mods kommen kann, lässt sich manchmal nicht vermeiden“, so Urban Bastert, Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei AVM.

In den nächsten Wochen wird tecCHANNEL seine Artikelserie zum Fritz!-Box-Tuning an die neue Firmware-Version anpassen und zu retten versuchen, was noch zu retten ist. Bis dahin können wir von einem Firmware-Upgrade nur warnen.

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