125822

Update: Microsoft Robotics Studio 1.5

10.07.2007 | 14:33 Uhr |

Microsoft hat eine neue finale Version seines Robotics Studio veröffentlicht. In Microsoft Robotics Studio 1.5 wurden unter anderem die visuelle Programmiersprache VPL, die Simulationsumgebung und eine Reihe von Diensten verbessert. Außerdem wurden die Tutorials und Programmbeispiele erweitert.

Mit Robotics Studio will Microsoft auf den Robotermarkt vordringen. Für dieses Ziel entwickeln die Redmonder Tüftler ihre Roboterplattform kontinuierlich weiter. Das merkt man dem jetzt in der finalen Version vorliegenden Microsoft Robotics Studio 1.5 an.

Für Robotics Studio hat Microsoft eine eigene Programmiersprache entworfen, die sich vom Prinzip her an berühmten Vorbildern wie Labview orientiert. Die entsprechende Sprache heißt VPL (Visual Programming Language) und soll vor allem Programmiereinsteiger ansprechen. Bei VPL müssen Sie keinen Code eintippen, Sie programmieren den Roboter stattdessen über ein Flussdiagramm. Sie ziehen dabei die gewünschten Elemente und Funktionen aus den Toolboxen am linken Bildschirmrand mit der Maus auf die Arbeitsfläche und wählen dann die erforderlichen Parameter aus oder geben sie ein.

Bei der VPL kann Version 1.5 des Robotics Studios mit Verbesserungen an deren Programmoberfläche und unter der Haube aufwarten. So bekam die VPL einen neuen Code-Generator verpasst, der astreinen C#-Code erzeugen soll (wer lieber klassisch von Hand in C# oder VB programmieren will, kann das natürlich nach wie vor mit Hilfe der kostenlosen Express-Edition oder mit Visual Studio machen).

Sie können Ihre Entwicklung also beispielsweise zwischen VPL und C# aufteilen: Das Rohgerüst schnell mit VPL erstellen und den Code dann händisch mit C# optimieren. Der Support für Managed C++ wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls vorangetrieben.

Zum Robotics Studio gehört außerdem eine 3D-Simulationsumgebung „AGEIA PhysX Technology-Engine“, in der man selbst entworfene Roboter virtuell testen kann. Das soll Entwicklungskosten sparen helfen, kann den realen Einsatz einen tatsächlich zusammengebauten Roboters aber natürlich nicht völlig ersetzen. Bei dieser PhysX-Engine legten die Robotics-Macher ebenfalls inhaltlich Hand an, das Rendern soll jetzt schneller über die Bühne gehen, es kamen Schatteneffekte und verschiedene Lichtquellen in der Simulation hinzu. Außerdem erweiterte Microsoft die Dokumentation und überarbeitete den Editor.

0 Kommentare zu diesem Artikel
125822