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Update-Funktion: Microsoft und Apple müssen vor Gericht

23.07.2004 | 11:52 Uhr |

Neuer Ärger für Microsoft. Mit betroffen ist dieses Mal auch Apple. Ein britisches Unternehmen wirft den beiden US-Unternehmen vor, dass sie mit der in ihren Produkten integrierten Online-Update-Funktion ein Patent verletzen.

Gegen Microsoft und Apple hat das britische Unternehmen BTG International Klage vor einem Gericht in Kalifornien eingereicht. Die Briten werfen den beiden US-Unternehmen vor, dass sie mit der in ihren Betriebssystemen integrierten Online-Update-Funktion ein Patent verletzen.

BTG besitzt die weltweiten Rechte an der Vermarktung des Patents. Das Patent selbst gehört den Unternehmen Teleshuttle Corporation und Teleshuttle Technologies. Deren Gründer und Präsident, Richard Reisman, hatte Anfang der 90er Jahre das Patent für "Remote Software Updating" erhalten. Microsoft verwendet ein webbasiertes Update-Verfahren seit Windows 98. Apple setzt es seit MacOS X (2001) ein.

BTG war bereits im Juni an die Öffentlichkeit gegangen und hatte damals mitgeteilt, dass es die Patente auf automatisierte Software-Downloads und Updates besitzt. Damals hieß es, dass mit diversen Software-Herstellern Lizenz-Gespräche geführt würden ( wir berichteten ). Details zu den betroffenen Unternehmen nannte BTG damals nicht.

Mit dem Einreichen der Klage hat BTG jetzt erklärt, dass zu diesen Unternehmen Microsoft und Apple gehören. Beide Unternehmen hätten sich geweigert, Lizenzzahlungen zu leisten.

In seiner Klage fordert BTG Entschädigungszahlungen für die Nutzung der Update-Funktion in der Vergangenheit. Außerdem soll erreicht werden, dass Microsoft und Apple künftig keine Online-Update-Funktion mehr anbieten dürfen.

Britische Firma beansprucht Patente für Update-Downloads (PC-WELT Online, 16.06.2004)

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