131736

Nur jeder Fünfte spielt auf dem Handy

Nur fast jeder fünfte Deutsche spielt auf seinem Handy. Laut einer Studie von comScore wartet die Branche für mobile Gaming noch immer auf den Durchbruch und die erhofften Milliardengewinne. Schuld für die schlechte Enwicklung sind niedrige Gewinne, fehlende Preistransparenz und die mangelnde technische Umsetzung.

Die Branche für Handyspiele wartet noch immer auf den wirtschaftlichen Durchbruch. Einer aktuellen Studie der Marktforscher comScore zufolge, nutzen 22,3 Prozent der Deutschen ihr Handy für Spiele. In Anbetracht der Tatsache, dass auf jedem Handy Spiele bereits vorinstalliert sind, ist das ein sehr niedriger Wert.

Grund für die schwache Entwicklung der Branche in Europa sei vor allem der niedrige Gewinn, den Entwickler mit Handygames machen. Während sie in Japan 90 Prozent und in den USA 70 Prozent erhalten, sind es in Europa nur 50 Prozent, beklagt Alex Caccia, Chef von Ideaworks 3D. Nach Meinung von Kai Gruenwoldt von Nokia, bewegt sich der Markt seitwärts, dennoch seien Kreativität und zahlreiche Ideen bei den europäischen Entwicklern vorhanden.

Nach Ansicht von Thomas Burg, Marketing-Manager bei mindmeister.com, konnte der Markt für Handyspiele sein Potenzial bisher nicht entfalten. Dabei galt die Branche lange Zeit als umsatzkräftig. Ein wesentliches Problem sind die vielfältigen Plattformen, für die Spiele entwickelt werden müssen. Für den Nutzer wird die Übersicht dadurch erschwert und die Entwicklungskosten steigen.

Ein wichtiges Problem ist die Kostenstruktur. Demnach werden potenzielle Kunden abgeschreckt, da außer den Kosten für das Handyspiel zusätzlich Transferkosten berechnet werden. Deshalb nutzen viele Handyspieler vor allem Games, die beim Kauf bereits auf dem Gerät vorinstalliert sind. Das gilt für 8,6 Millionen Deutsche, während 3,7 Millionen zusätzlich Spiele herunterladen.

Neben den meist unberechenbaren Kosten spielt auch die technische Umsetzung eine wichtige Rolle, weshalb sich mobile Gaming noch nicht zum Milliardengeschäft für die Branche entwickelt halt. Trotz wachsender Displays sind viele Anwender mit der Auflösung und der Bilddiagonale sowie der Steuerung unzufrieden. Deshalb setzen die Entwickler ihre Hoffnungen in das iPhone, für das Apple über seinen App Store bereits zahlreiche Spiele und weitere Applikationen teilweise kostenlos anbietet. Um die Verbraucher letztlich zu überzeugen, muss die Industrie allerdings eine Preistransparenz schaffen und die Kunden über alle anfallenden Kosten aufklären.

powered by AreaMobile

0 Kommentare zu diesem Artikel
131736