Unternehmen stellen hohe Ansprüche an Smartphones

Dienstag, 23.08.2005 | 15:46 von Frank Ziemann
Für die neue Gerätegeneration wird eine Integration in das Sicherheits-Management gefordert.

Die Hersteller von Mobilfunkgeräten werfen eine neue Generation von Smartphones auf den Markt, die speziell auf die Bedürfnisse von Geschäftsleuten abgestimmt sein sollen. Unternehmen haben jedoch offenbar andere Ansprüche an mobile Geräte als deren Hersteller annehmen.

Während die neuen Geräte mit einer Fülle neuer Funktionen wie WLAN, Antivirus, VPN-Unterstützung oder Verschlüsselungs-Software aufwarten, sind größere Unternehmen zurückhaltend bei der Anschaffung der mobilen Alleskönner. Sie erwarten, dass PDA und Smartphone sich ebenso in das Sicherheits- und Wartungs-Management integrieren lassen, wie das von Notebooks verlangt wird.

Auch staatliche Stellen haben spezielle Ansprüche an neue Endgeräte. Sie müssen etwa bestimmte Verschlüsselungsstandards erfüllen und fernwartbar sein. Die Benutzung integrierter Kameras muss zumindest einschränkbar sein, denn in vielen Unternehmen und Behörden ist das Fotografieren, teils auch das Mitbringen von Kameras untersagt. Man befürchtet Wirtschaftsspionage, da die Kameras in Handys kaum zu erkennen sind und immer leistungsfähiger werden.

Bislang haben oft die Benutzer selbst entschieden, welche Geräte gekauft werden oder haben sie sich sogar selbst angeschafft. Inzwischen jedoch erkennen immer mehr Unternehmen und Behörden, dass sie sich mit den bislang vorhandenen Smartphones ein kaum kontrollierbares Risiko ins Haus holen. Die nächste Generation solcher Geräte wird daher an den auch bei Notebooks angelegten Maßstäben gemessen. Da könnten Handys ohne integrierte Kamera bessere Marktchancen haben als bei Privatkunden.

Dienstag, 23.08.2005 | 15:46 von Frank Ziemann
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