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Unternehmen sind mit Antivirus-Lösungen unzufrieden

29.07.2005 | 14:10 Uhr |

Geschäftskunden erwarten Schutz vor Viren und anderer Malware bereits in der Stunde Null.

Unternehmen erwarten von den eingesetzten Antivirus-Lösungen, dass sie das Netzwerk bereits schützen, wenn ein neu entdeckter Virus erstmals auftaucht. Das ergibt eine Studie von Osterman Research im Auftrag von Commtouch und anderen. Es wurden 115 IT-Manager aus zwölf Branchen befragt. Die in der Umfrage vertretenen Unternehmen haben im Durchschnitt 21.000 Angestellte.

Obwohl praktisch alle untersuchten Unternehmen in der einen oder anderen Form Antivirus-Lösungen einsetzen, sind 93 Prozent der Firmen bereits mit mindestens einer Form von Malware infiltriert worden, so das Ergebnis der Umfrage. Das Problem liegt in der Zeit zwischen der Entdeckung eines neuen Schädlings und der Bereitstellung eines Updates und dessen Installation bei den Kunden.

Oren Drori von Commtouch sieht eine frappierende Diskrepanz zwischen der beinahe perfekten Erkennung von Schädlingen durch Signatur-basierte Virenscanner (in Labor-Tests) und der gar nicht so perfekten praktischen Erfahrung von Unternehmen. Er führt dies auf neue Malware-Arten zurück, die sich rasend schnell verbreiten und bereits in den ersten Stunden oder gar Minuten sehr viele Rechner verseuchen. Bevor die Signatur-Updates einsatzbereit sind, könne bereits ein großer Schaden entstanden sein.

Etwa 93 Prozent der Befragten erwartet, dass ihre momentane Antivirus-Lösung das Netzwerk bereits in der Stunde Null vor neuer Malware schützt. Sie wollen nicht erst auf ein Signatur-Update warten müssen. Die meisten sind auch bereit diesen Schutz bei einem anderen Anbieter einzukaufen. Bei ihrem derzeitigen Spam-Schutz-Anbieter würden 57 Prozent kaufen, 44 Prozent bei einem anderen Antivirus-Anbieter und 26 Prozent bei einem alternativen Spam-Schutz-Unternehmen. Die Unternehmen sind jedenfalls gewillt den Anbieter zu wechseln, wenn sie nicht zufrieden sind.

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