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Unseriöse Abos: O2 zahlt Kunden Geld zurück

Rund 8000 Kunden des Mobilfunkanbieters O2, die auf ein unseriöses Abo-Angebot hereingefallen sind, erhalten ihr Geld zurück.

Der Mobilfunkbetreiber O2 erstattet mehreren tausend Kunden wegen strittiger Abrechnungen über Internet-Services Geld. Die Beträge zwischen wenigen Euro und maximal rund 200 Euro würden den Mobilfunkrechnungen der betroffenen Kunden gutgeschrieben, sagte ein O2-Sprecher am Mittwoch in München und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus". Den betroffenen rund 8000 Kunden waren nach Angaben des Sprechers Rechnungen über Internetleistungen gestellt worden, für die sie teils wenig oder überhaupt keinen Gegenwert erhielten. Das Volumen der Gutschriften belaufe sich auf einen sechsstelligen Betrag.

Konkret geht es dabei um Internet-Seiten, auf denen Mobilfunkkunden bestimmte Abonnements über die Angabe ihrer Handy- Nummer wählen konnten. "Plusminus" hatte als Beispiel auf das Internetangebot hausaufgaben.de verwiesen, das sich vor allem an Kinder und Jugendliche richte, die davon ausgegangen seien, über Abonnements Unterstützung bei den Hausaufgaben zu erhalten. Dafür seien ihnen täglich 9,98 Euro in Rechnung gestellt worden, hieß es. Gerade Kinder und Jugendliche müssten vor sittenwidrigen Angeboten geschützt werden, sagte der O2-Sprecher.

Die Internetseiten hätten teils keine Transparenz über Preis und Leistung geboten. O2 wickelt solche Geschäfte über zwischengeschaltete Vermittler ab, die Kontakt zu den Anbietern von Internetseiten unterhalten und zugleich die Daten für die Abrechnung zusammentragen. "Wir haben die Mittler, die sittenwidrige Services im Angebot hatten, abgestellt", erklärte der Sprecher. Künftig sollten solche Vorfälle vermieden werden, indem der Kunde nochmals per SMS zu einer Bestätigung aufgefordert werde, ob er bestimmte Services wirklich in Anspruch nehmen wolle.

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