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Uni verbannt Wlan wegen Krebs-Angst

24.02.2006 | 13:42 Uhr |

Mehr oder weniger jedes elektronische Gerät verursacht irgendeine Art von Strahlung. Logischerweise auch kabellose Internetverbindungen wie Wlan. Grund genug für eine kanadische Universität, Wlan generell auf dem Gelände der Lehranstalt zu verbieten.

Der Präsident einer kleinen kanadischen Uni verbannte Wlan mit wenigen Ausnahmen vom Campus. Der Grund: Er fürchtet um die Gesundheit seiner Studenten und Angestellten, konkret sorgt er sich um die Krebsgefahr, die vielleicht von den Strahlen des Wlan-Netzes ausgehen könnte.

An der Lakehead University gibt es nur an wenigen Stellen die Möglichkeit für Wi-Fi-Funktionalität. Und zwar nur dort, wo aus baulichen Gründen keine Kabelverbindung existiert, wie CNN berichtet.

Wenn es nach Universitäts-Präsident Fred Gilbert geht, ändert sich daran so lange nichts, bis zweifelsfrei fest steht, dass elektromagnetische Strahlung im weitesten Sinne keine schädlichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Einige Studien würden Gilbert zufolge Hinweise liefern, dass Energiefelder in Zusammenhang mit Hotspots Krebs bei Tieren und Menschen verursachen können.

Mit seiner Entscheidung hat der Präsident allerdings Widerspruch bei einigen Studenten und kanadischen Gesundheits-Gremien hervorgerufen. Sie bezweifeln die Gefährlichkeit von Wlan-Netzen, sofern diese korrekt aufgebaut sind. Immerhin sollen nach Schätzungen 1000 der 7500 Studenten Wlan-fähige Notebooks besitzen. Mit diesen würden sie gerne auch auf dem Campus kabellos surfen.

Doch Gilbert, der einst Zoologie an der Universität unterrichtete, beharrt auf seiner Entscheidung. So lange er Präsident der Lakehead University ist, bleibt Wlan grundsätzlich ausgesperrt.

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