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Deaktivierte Google Toolbar sendet weiter

27.01.2010 | 16:18 Uhr |

Die Google Toolbar ist nicht nur nützlich sondern auch neugierig. Zudem ist es weit schwieriger die Datenübermittlung an Google abzuschalten als sie zu aktivieren. Ein Update soll dieses Problem abmildern.

Der Jurist Ben Edelman, Assistenzprofessor an der Harvard Business School, hat sich als Streiter gegen Adware und Spyware einen Namen gemacht. Jetzt hat er sich einmal wieder mit der Google Toolbar befasst und seine Kritik an der Browser-Leiste öffentlich gemacht. Er stört sich vor allem daran, dass die Werkzeugleiste weiterhin Daten an Google sendet , obwohl sie allem Anschein nach deaktiviert ist.

Ausgangspunkt für Edelmans Kritik sind die erweiterten Funktionen der Google Toolbar, die dem Benutzer bereits bei der Installation geradezu aufgedrängt werden. Die Schaltfläche zum Aktivieren sei doppelt so breit wie die zum Deaktivieren, durch Fettschrift hervor gehoben und habe zudem den Fokus, kritisiert Edelman. Zu den erweiterten Funktionen gehören etwa die Anzeige des Google PageRank für die aufgerufene Website, das SideWiki oder das Angebot inhaltlich verwandte Seiten anzuzeigen.

Für diese Funktionen überträgt die für Firefox und den Internet Explorer (IE) erhältliche Toolbar die komplette URL einschließlich Aufrufparameter an Google. Wer das nicht (mehr) möchte, kann die einmal aktivierten erweiterten Funktionen nicht mehr einfach abschalten. Zwar enthält die Leiste am linken Rand auch eine Schaltfläche zum Deaktivieren der kompletten Toolbar, doch wie Edelman mit Screenshots und einem Video demonstriert, macht diese nicht, was sie soll.

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