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Dienstag, 09.03.2004 | 16:29 von Hans-Christian Dirscherl
Rohdateien importieren

Der Dialog zum Import der hochwertigen Rohdateien von Digitalkameras bietet zwar eine Scharfzeichnung. Allerdings: Besser schärft man ein Motive erst am Ende der Bildbearbeitung mit der hochwertigen separaten Unscharfmaskierung. Stellen Sie also die Scharfzeichnung beim Rohdatei-Import auf 0. Interessanter noch: Verwenden Sie die Scharfzeichnung - aber nur für die Vorschau im Import-Dialog. Im Modus "Erweitert" öffnen Sie die Voreinstellungen und gehen im Bereich "Scharfzeichnen" auf "Nur Bilder in Vorschau anzeigen" (gemeint ist "Nur in Vorschaubildern anzeigen"). So erkennen Sie bereits in der Import-Vorschau, was sich an Schärfe herausholen lässt und wieviel Körnung oder Lichtsäume dadurch entstehen könnten - doch Sie laden das Bild selbst ungeschärft und nutzen erst zum Schluss die hochwertige Unscharfmaskierung.

Schnelle Änderung der Pinselspitze

Bei der Retusche an Pickeln oder Ebenenmasken will man ständig Größe und Deckkraft der Pinselspitze ändern. Die Schieberegler in den Optionen nerven da nur. Es geht auch schneller: Photoshop CS verkleinert die aktuelle Pinselspitze mit der Gartenzaun-Taste "#". Ein Hieb aufs "Ö" dehnt den Pinselradius dagegen aus. Und mit den Zifferntasten steuern Sie die Deckkraft: 2 steht für 20 Prozent, 3 für 30 Prozent, 4 für 44 Prozent und 0 für 100 Prozent. Schneller kann das nur noch ein druckempfindliches Grafiktablett.

Unzulässige Zeichen

Sehr flexibel verstaut Photoshop CS Texte nach IPTC-Standard direkt in der Bilddatei. Doch dann kommt ein Foto aus dem Internet, Sie stöbern nach eingebauten Informationen - doch Photoshop verweigert den Befehl "Datei, Datei-Informationen". Mögliche Ursache: Der eingebaute Text enthält ungewöhnliche Zeichen. Ausweg: Aktivieren Sie das Bild im Dateibrowser, und öffnen Sie den Bereich "Metadaten/IPTC". Hier zeigt Photoshop alle Zeichen unerschrocken an. Sie lassen sich löschen oder ersetzen, danach kommen Sie wieder an die "Datei-Informationen".

Interpolieren und Scharfzeichnen in einem Rutsch

Bei der bikubischen Neuberechnung der Pixelzahl mit Funktionen wie "Bildgröße" oder "Transformieren" kommt es zu Weichzeichnung. Ein separater Scharfzeichner ist bei Photoshop CS jedoch nicht mehr unbedingt nötig. Denn in den "Voreinstellungen" wie auch im "Bildgröße"-Dialog bietet das Programm jetzt die neue Option "Bikubisch schärfer".

Die Vorgabe eignet sich vor allem für schnelle Versuche, der Unterschied zum üblichen Interpolieren ist gering. Wird das Bild freilich nach dem Skalieren noch weiter retuschiert, sollte man auf das eingebaute Schärfen verzichten und erst ganz zum Schluss die übliche Unscharfmaskierung starten.

Größere Miniaturen

Wer mit ImageReady komplexe Schaltflächen für Internetseiten entwirft, kombiniert meist viele kleine Ebenen auf einer größeren Fläche. In der Ebenenpalette wirken die einzelnen Objekte winzig, denn ImageReady wie auch Photoshop stellen die Ebenen relativ zur Arbeitsfläche des Gesamtbildes dar. ImageReady CS kann jetzt auch anders: Objekte füllen hier bei Bedarf die komplette Miniatur in der Ebenenpalette aus, auch wenn sie nur einen Bruchteil der Arbeitsfläche bedecken. Die entsprechende Vorgabe heißt "Ebenenbegrenzungen" und ist in den Paletten-Optionen erreichbar.

Bedingte Aktionen

Beim Abspulen von gespeicherten Befehlsfolgen - so genannten Aktionen - bietet ImageReady CS jetzt eine praktische Selektion an: Nur Dateien, die bestimmte Bedingungen erfüllen, werden verändert. Der Befehl in der Aktionenpalette heißt "Bedingte Selektion". So macht das Programm die Weiterbearbeitung zum Beispiel von Pixelzahlen, bestimmten Buchstaben im Dateinamen, Ebenennamen oder von Seitenverhältnissen abhängig. Der Gestalter skaliert beispielsweise nur solche Bilder einer Sammlung auf 800 Pixel herunter, die zunächst mehr als 1100 Pixel breit sind - kleinere Dateien werden automatisch übersprungen. Bei Photoshop CS fehlt die "Bedingte Aktion" allerdings.

Dienstag, 09.03.2004 | 16:29 von Hans-Christian Dirscherl
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