19932

Viele Anwender kennen Rootkits nicht

08.01.2008 | 12:12 Uhr |

Für zwölf Prozent der PC-User ist "Rootkit" im wahrsten Sinne des Wortes ein Fremdwort. Das ergab eine Umfrage des Sicherheitsunternehmen Avira. Sicherheitsexperten sehen in dieser Unkenntnis ein potenzielles Einfallstor für Angreifer.

Durch geschickt getarnte Online-Einbrecher wird der häusliche Rechner Teil eines gefährlichen Botnetzwerkes - für zwölf Prozent der Computer-Nutzer klingt dieses Szenario mehr nach Science Fiction als Realität. Insgesamt nahmen 1803 Nutzer an der Umfrage mit dem etwas lang geratenen Titel "Botnetze sind Rechnernetzwerke, die von Hackern kontrolliert werden. Und zwar so, dass es die Besitzer der Computer nicht merken. Hand aufs Herz, glauben Sie, Ihr Rechner führt ein Doppelleben?" teil.

Nur 47 Prozent der Umfrage-Teilnehmer führen regelmäßige Systemchecks durch. Fünf Prozent der teilnehmenden Anwender ignorieren dagegen nach eigenen Angaben die Gefahr von unbemerkten Systemzugriffen, solange der Computer problemlos funktioniert. 36 Prozent verlassen sich blind darauf, dass der Rechner durch den installierten Virenschutz auch gegen Rootkits ausreichend geschützt ist.

"Gerade weil sich Rookits so unauffällig im System einnisten und meist unbemerkt bleiben, sind Rootkits eine sehr ernst zu nehmende Gefahr", wie Tjark Auerbach, Gründer und Geschäftsführer von Avira betont. Die Rootkits könnten Tastatureingaben und damit Passwörter abfangen und den der Rechner für Spam-Angriffe oder Denial-of-Service-Attacken missbrauchen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
19932