Umweltschutz
Grüne fordern Handy- und Smartphone-Pfand
Die Bundesfraktion der Grünen will Ressourcen schonen und das Recycling von alten Handys stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, fordert die Partei einen Handy-Pfand in Höhe von zehn Euro.
Beim Kauf eines neuen Smartphones könnte schon bald ein Pfand in Höhe von zehn Euro fällig werden – zumindest wenn es nach dem Willen der Grünen geht. In einem aktuellen Antrag fordert die Bundestagsfraktion ein „effizientes Pfandsystem für Mobiltelefone und Smartphones“, das Ressourcen schonen und das Recycling von alten Geräten stärken soll.
Laut den Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin lagern in deutschen Haushalten mehr als 83 Millionen alte Mobiltelefone. Mit einem Handy-Pfand in Höhe von zehn Euro könnte den Grünen zufolge höhere Anreize geschaffen werden, die Geräte in die Geschäfte zurückzubringen, wenn sie von den Käufern nicht mehr gebraucht werden. Bei Erfolg wollen Künast und Trittin das Pilotprojekt auch auf andere Hardware wie etwa Notebooks, Tablet-PCs oder Spielkonsolen ausweiten.
Laut den Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin lagern in deutschen Haushalten mehr als 83 Millionen alte Mobiltelefone. Mit einem Handy-Pfand in Höhe von zehn Euro könnte den Grünen zufolge höhere Anreize geschaffen werden, die Geräte in die Geschäfte zurückzubringen, wenn sie von den Käufern nicht mehr gebraucht werden. Bei Erfolg wollen Künast und Trittin das Pilotprojekt auch auf andere Hardware wie etwa Notebooks, Tablet-PCs oder Spielkonsolen ausweiten.
Aktuell würden einfach zu wenige Althandys zurückgegeben, wodurch der Wirtschaft wertvolle Rohstoffe verloren gehen. Eine weitere Lösung zur Beseitigung des „Elektro-Schrotts“ sehen die Grünen in der Verlängerung des Gewährleistungsanspruchs sowie die Einführung einer vollständigen Verwertbarkeit der Geräte. Während zahlreiche Geräte in die Restmülltonne wandern, werden alte Handys auch zunehmend ins Ausland verkauft. Hier will die Fraktion mit einer Beweispflicht für Exporteure entgegenwirken.
Die Elektro-Hersteller sehen in einem Handy-Pfand hingegen wenig Sinn. Laut Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BITKOM, würde dabei zu viel bürokratischer Aufwand entstehen und bestehende Rückgabesysteme würden zerstört. Ähnliche Inzahlungnahme-Programme hätten in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass Kunden ihre alten Handys „für ein paar Euro“ nicht zurück ins Geschäft bringen.
Die Elektro-Hersteller sehen in einem Handy-Pfand hingegen wenig Sinn. Laut Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BITKOM, würde dabei zu viel bürokratischer Aufwand entstehen und bestehende Rückgabesysteme würden zerstört. Ähnliche Inzahlungnahme-Programme hätten in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass Kunden ihre alten Handys „für ein paar Euro“ nicht zurück ins Geschäft bringen.

08.03.12
Nehmt ihnen die Smartphones, Kreditkarten, Elektroherde, Fernseher [beliebig erweiterbar] ... [ /beliebig erweiterbar] und Autos weg und schaltet den Strom ab.
Dann ist Ruhe. :D
Für immer. :)
Antwort schreiben
08.03.12
Antwort schreiben
08.03.12
Was macht Dich da so sicher? :grübel:
Antwort schreiben
08.03.12
http://de.wikipedia.org/wiki/Mobiltelefon#Rohstoffsituation
Antwort schreiben
08.03.12
Zeigen sie doch regelmäßig in der Flimmerkiste.
Antwort schreiben
08.03.12
Jo, immer diese üblen Grünen. Alles Demagogen. :D
Ich finde die Idee mit dem Handy-Pfand gar nicht schlecht. Bei der Einführung des Pfands für Einweg-Flaschen und -büchsen sahen die Stammtische der Nation auch schon den Untergang des Abendlandes kommen. Und heute? Redet kein Mensch mehr drüber.
@ kalweit
Vielleicht ist es keine gute Idee, alles zu glauben, was da so auf RTL und Co als Pausenfüller zwischen den Werbefilmchen läuft. Ne Quellenangabe wäre sicher besser gewesen. ;)
Antwort schreiben
08.03.12
Na, wenn das in der Flimmerkiste kommt... Aber so ein bisschen was ist natürlich dran - mal wieder ein Definitionsproblem:
Wenn das dann so läuft wie mit den Altkleidern (unsere Sammelware wird für teures Geld in Teilen Afrikas verkauft, was die dortige Textilindustrie zusammenbrechen lässt), dann hast Du natürlich Recht. Egal, ob die Handys nun gleich als Schrott oder zunächst für einen Gebrauchtmarkt dahin gelangten, der Dreck bliebe so oder so dort.
Lohnen dürfte sich das Recycling schon:
Antwort schreiben
08.03.12
Sind die doch schon längst, hier vor unserer Nase.
Dumm nur, wenn inzwischen ein Wohngebiet drauf ist.
Antwort schreiben
08.03.12
Das ist doch gar nicht der Punkt. Mich würde eher interessieren, woher kalweit wissen will, dass auch nach der Einführung eines Pfands die Dinger "alle in Afrika verbrannt" werden. Ok, ein einfaches Weltbild erleichtert vielleicht die Orientierung, aber mit solchen Argumenten kriegt man jede Idee kaputt.
Antwort schreiben
08.03.12
Ja, heute landet trotzdem jede zweite Einweg-Pfandverpackung im Müll und die Mehrwegquote ist im Tiefflug. Also ein voller Erfolg.
Antwort schreiben
08.03.12
Hast du endlich mal ne Quellenangabe? Oder war das auch im Fernsehen?:PatPat:
Und davon ganz ab: Angenommen, jetzt landet wirklich jede zweite Einwegverpackung im Müll, wieviele waren es vorher?
Antwort schreiben
08.03.12
Antwort schreiben
08.03.12
Stimmt, bloß die aktuellen Zahlen sprechen leider für kalweits These. Das Handypfand in Verbindung mit einer guten Recyclingwirtschaft sollte man gerade dagegen einführen. Beides muss aber erst aufgebaut werden. Und solange hat kalweit vermutlich weiter Recht. :)
Und das Einweg-Flaschenpfand ist tatsächlich leider ein Witz. Damit erreicht man nur, dass die Plastikbuddeln nicht flächendeckend die Landschaft pflastern...
-uQeqV756dk
Antwort schreiben
08.03.12
Tja, ich kann mit meinem einfachen Weltbild zumindest erkennen, dass ein Großteil dieser Verpackungen einmal Mehrwegverpackungen waren. Achja, und eine Suchmaschine bedienen kann ich auch.
Antwort schreiben
08.03.12
Das unterstelle ich einfach mal. Aber dann hättest du uns doch an den Ergebnissen deiner Recherche teilhaben lassen können.
Nee, mal Flapserei beiseite: Ich habe immer so'n Problem mit diesen Pauschalurteilen oder mit unbelegten Behauptungen. Natürlich ist beim Thema Recycling einiges im Argen, das sehe ich wie du und siehe auch Spot von Thor. Aber das bedeutet ja wohl nicht, dass wir einfach "ist ja doch alles Käse" sagen und weitermachen wie früher.
Antwort schreiben
08.03.12
Antwort schreiben
08.03.12
Antwort schreiben
08.03.12
Antwort schreiben
08.03.12
Antwort schreiben
09.03.12
Kalweit meint sicher so etwas:
fEOoWNudtQE
Gruß kingjon
Antwort schreiben
09.03.12
viel interessanter ist es, die ganzen giftstoffe einzusammeln, die in elektronik üblicherweise verbaut sind. vom blei (war bis vor kurzen noch im lot) über bromhaltige flammhemmer und arsen ist alles dabei - richtig eklig sind auch akkus.
verbrennt man das ganze schön unkontrolliert (z.b. weil man den rest der metalle wegen einschmelzen will) verteilt sich das über weite strecken...
Antwort schreiben
09.03.12
Antwort schreiben
09.03.12
Unser Hausmeister ist jedem Morgen Bemüht den Dreck den sie dabei Hinterlassen wieder Aufzuräumen ...Und ja die Tonnen sind in einem Abgesperrten Bereich der inzwischen mit zwei Schlössern Gesichert ist die Regelmäßig erneuert werden müssen .
Denke also ein "Pfand" auf alle Elektro Geräte die man Defekt beim Händler wieder Abgeben kann ( Autobatterie ) könnte vielen Hausmeistern eine bessere Nachtruhe und unserem Planeten etwas Entlastung bringen ....;)
Antwort schreiben
09.03.12
Antwort schreiben
09.03.12
Das war auch vor den orangenen Tonnen bei uns so. Da wurden dann halt alle Tonnen durchwühlt.
Zumindest in Berlin kann man seinen Elektroschrott auch kostenlos beim nächsten BSR-Hof abgeben.
Antwort schreiben
09.03.12
Die Flaschen?
Vorsortierter Kunststoff ist bissel zu wertvoll, um verbrannt zu werden. Bei Alles-Mögliche-grüner-Punkt-Müll muß man ja vorher noch trennen, das schmälert den Gewinn und das Zeug landet dann eher im Ofen.
Ich hätte eh statt des Einwegpfandes lieber eine Abgabe von 50Cent gehabt. Dann hätte man die Mehrwegquote wirklich in den Griff bekommen. Aber wenn Einwegpfand-Pfand + Inhalt immer noch weniger ist als Mehrweg + Inhalt, dann braucht man sich nicht wundern, dass Mehrweg nur noch für Reiche da ist.
Pfand halte ich in der Tat für sinnlos. Dann lieber eine Abwrackprämie, die an den Kauf eines neuen Händies gekoppelt ist. Soll heißen, die gefühlten 10 Millionen Händi-Läden in D sind ein perfektes Sammelsystem für den Rohstoff und wenn man die 10€ nur bekommt, indem man was Neues kauft, sollte sich auch der Pfandraubmord in Grenzen halten.
Nebenbei kurbelt das vielleicht auch noch Handel und Wirtschaft an.
Ich geb mein 10 Jahre altes Siemens trotzdem nicht ab. Es funktioniert noch.
PS: Duales System scheint man in München irgendwie nicht zu kennen. Hab hier noch keine gelbe Tonne gesehen. Nur blaue.
Zitat: thomaskorf
Naja, der Handel würde die Einsparungen vermutlich eh nicht weitergeben.
Antwort schreiben