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SSD-Speicher bald in Suns Servern

04.06.2008 | 13:30 Uhr |

Schon bald wird Sun Solid State Disks statt Festplatten in seine Server einbauen.

Als Ersatz oder Ergänzung zu Festplatten will Sun nun auch Flash-Speicher in sein Server-Angebot aufnehmen. Die SSDs treten gerade ihren Siegeszug in Billig-PCs, Mini-Notebooks und Mobiltelefonen an. Ihre Vorzüge wie die höhere Performance, geringere Anfälligkeit und vor allem auch die Energieffizienz sollen sie nun auch in Servern ausspielen.

John Fowler, EVP Systems Group: "Es kommt eine Revolution."
Vergrößern John Fowler, EVP Systems Group: "Es kommt eine Revolution."
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Auch andere Server-Hersteller haben den Einsatz von SSDs bereits diskutiert. Sie gingen allerdings davon aus, dass der Übergang von Festplatte zu SSD nicht vor dem Jahr 2010 passieren werden, erklärte John Fowler, Executive Vice President der Systems Group von Sun Microsystems. Aus seiner Sicht sollten Kunden aber besser schon jetzt loslegen, sagte er, denn "es kommt eine Revolution".

Anders als andere alternative Chiptechniken behalten Flash-Chips gespeicherte Daten auch dann, wenn sie nicht mehr mit Strom versorgt werden. Das macht sie zu einem möglichen Ersatz für magnetische Speichermedien wie Festplatten. Größtes Hindernis für eine größere Verbreitung von Solid-State Disks war bis dato vor allem ihr Preis - laut Krishna Chander, Senior Analyst bei iSuppli , kostet eine SSD mit 128 Gigabyte Kapazität gegenwärtig 460 Dollar oder 3,58 Dollar pro GB, wohingegen eine traditionelle Festplatte mit 160 GB schon für 60 Dollar zu haben ist.

Während bei Fibre-Channel-Festplatten die Preise derzeit um 40 Prozent jährlich fielen, sagt Sun-Mann Fowler, sänken sie bei SSDs mit 50 bis 70 Prozent per annum merklich schneller. Mit fallenden Preisen würden wiederum die ausgelieferten SSD-Stückzahlen anziehen.

Sun hat nach eigenen Angaben mit Kombinationen der unterschiedlichen Massenspeicher experimentiert, die die Kosten relativ konstant halten sollen. Prinzipiell werden dabei teure Hochleistungs-Festplatten durch eine Kombination aus Flash und Low-end-Platten ersetzt. Unter dem Strich habe dies ein dreimal schnelleres Schreiben und Lesen von Daten bei gleichzeitig deutlich geringerem Server-Stromverbrauch ergeben, so Fowler weiter.

Sun hat bereits mit verschiedenen Flash-Herstellern zusammengearbeitet, damit diese ihre Produkte für den Einsatz in Servern maßschneidern. Mit Ausnahme von Intel wollten diese Partner zum jetzigen Zeitpunkt aber noch ungenannt bleiben, sagt Fowler. Die von Sun eingesetzten Flash-Speicher sollen für wichtige Applikationen wie die Datenbank MySQL optimiert sein und das Solaris-Dateisystem ZFS (Zettabyte File System) unterstützen. Preise für die SSDs sind allerdings noch nicht bekannt. Sun habe außerdem spezielle Software entwickelt, um die gleichzeitige (hierarchische) Speicherung von Daten auf sowohl SSD als auch Harddisks zu steuern.

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