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Umsatzeinbußen durch Napster

27.05.2000 | 17:05 Uhr |

Das kostenlose Tauschen von Musik im Internet hat der Musikindustrie bereits Umsatzeinbußen beschert. Vor allem in unmittelbarer Umgebung von US-Universitäten hat der Verkauf bespielter Musik-CDs und -Kassetten abgenommen.

Das kostenlose Tauschen von Musik im Internet zeigt seine Folgen für die Musikindustrie. Einer Studie von Reciprocal zufolge hat der Verkauf bespielter Musik-CDs und -Kassetten vor allem in unmittelbarer Umgebung von US-Universitäten seit dem Beginn des MP3-Booms kontinuierlich abgenommen. Im ersten Quartal dieses Jahres seien die Verkaufszahlen von US-Musik-Geschäften gegenüber dem gleichen Zeitraum 1998 um vier Prozent zurückgegangen.

Die rückläufigen Absatzzahlen führt der Verband der US-Musikindustrie RIAA (Recording Industry Association of America) vor allem auf die unter Studenten beliebten Online-Musiktauschdienste wie Napster oder Scour.net zurück. „Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, wie wichtig es ist, die Rechte von Künstlern im Internet zu schützen, “ so RIAA-Sprecherin Amy Weiss.

Die RIAA sowie einige Rock- und Popbands, allen voran Metallica, klagen aufgrund von Copyright-Verletzungen bereits gegen den Gratis-MP3-Tauschdienst Napster. Ende Februar hatten 67 Universitäten die Napster-Nutzung über ihre Internet-Server verboten. (PC-WELT, 11.05.2000, jas)

Musiker verklagen MP3.com & Co (PC-WELT Online, 14.4.2000)

Studenten erobern MP3 zurück (PC-WELT Online, 23.2.2000)

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