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Umsätze für Navis legen zu

15.03.2007 | 14:16 Uhr |

Auf der Hannover Messe informierte der BITKOM über steigende Umsätze von mobilen Navigationsgeräten und forderte einen einfacheren Zugang zu aktuellen Geodaten.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM ) gab heute auf der CeBIT in Hannover bekannt, dass mobile Navigationsgeräte fürs Auto in diesem Jahr endgültig den Massenmarkt erreichen. Basierend auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK sollen hierzulande voraussichtlich 3,2 Millionen Geräte verkauft werden - 2006 waren es 2 Millionen und 2005 eine halbe Million. Der Umsatz soll auf 992 Millionen Euro steigen. Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 702 Millionen Euro, 2005 bei 228 Millionen Euro. Damit liegt Deutschland in Westeuropa an der Spitze mit deutlichem Abstand vor Großbritannien und Frankreich.
Der BITKOM rechnet ferner mit billigeren mobilen Navis für durchschnittlich 310 Euro. 2006 waren es 351 Euro, 2005 sogar noch 475 Euro. Gleichzeitig kommen immer mehr Geräte mit Zusatzfunktionen, wie z.B. eine MP3-Abspielfunktion, auf den Markt: Etwa jeder dritte Lotse, der 2006 in Deutschland verkauft wurde, war dazu bereits in der Lage. Ein Jahr zuvor lag die Quote unter 10 Prozent.

Ferner halten TMC-Dienste Einzug in die Navigationsgeräte, die den Fahrer anhand von Verkehrsinformationen um Behinderungen wie Staus leiten. Während 2005 erst 42 Prozent der Geräte das unterstützten, waren es 2006 bereits 74 Prozent.
Abschließend forderte der BITKOM Bund, Länder und Gemeinden auf, die Geodaten zu vereinheitlichen und die Gebührenmodelle zu vereinfachen. Nur mit aktuellem Kartenmaterial lassen sich Staus besser verhindern. Die volkswirtschaftlichen Verluste von jährlich ca. 100 Milliarden Euro, die aufgrund von Zeitverlust, zusätzlichen Schadstoffemissionen und Unfällen entstehe, ließen sich dadurch verringern.

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