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Web 2.0 verändert TV-Gewohnheiten

01.02.2008 | 09:13 Uhr |

Intensive Nutzer des Mitmach-Internet "Web 2.0" sehen seltener fern. Sie sehen in den interaktiven Online-Angeboten weniger Plattformen zur Selbstdarstellung als die Möglichkeit, Kontakte zu pflegen und Meinungen auszutauschen.

Das hat jetzt eine Online-Befragung von AOL Deutschland ergeben, an der sich 1 437 Nutzer einer Community (Gemeinschaft) des Unternehmens beteiligt haben. Dabei haben 43 Prozent der Befragten angegeben, den Fernseher seltener einzuschalten. Dagegen gehen nur 23 Prozent der Umfrageteilnehmer anderen Freizeitbeschäftigungen weniger nach. Jeder fünfte Nutzer schläft nach eigenen Angaben weniger, um mehr Zeit am Rechner verbringen zu können.

Zu ähnlichen Ergebnissen ist Ende vergangenen Jahres auch die European Interactive Advertising Association (EIAA) im "Mediascope 2007" gekommen. In dieser europaweiten Studie des Konsumentenverhaltens hat sich gezeigt, dass das Internet dem TV und auch anderen Medien zusehends den Rang abläuft.

Einer der Gründe dafür dürfte die ständige Verfügbarkeit der Inhalte sein, hinzu kommt die enorm hohe Aktualität im Nachrichtenbereich. Außerdem messen gerade deutsche Internet-Anwender dem Meinungsaustausch im Web einen hohen Stellenwert bei. 37 Prozent der Online-Nutzer greifen demnach auf Verbraucherbewertungen zurück; im europäischen Durchschnitt sind es lediglich 27 Prozent.

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