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Spam-Filter sind ein zweischneidiges Schwert

27.10.2010 | 15:46 Uhr |

Deutsche Unternehmen befürchten wichtige Mails durch restriktive Spam-Filterung zu verlieren. Dies hat eine Umfrage zur Spam-Situation bei über 200 Unternehmen anlässlich der Fachmesse it-sa ergeben.

Nach Angaben von Sicherheitsunternehmen sind mehr als 95 Prozent alle eingehenden Mails als Spam einzustufen. Der Berliner Mail-Sicherheitsdienstleister eleven hat anlässlich der Fachmesse it-sa in Nürnberg über 200 deutsche Unternehmen nach ihrer Einschätzung zur Spam-Situation gefragt.

Die Auswertung der Antworten hat ergeben, dass etwa die Hälfte der Unternehmen in den letzten 12 Monaten eine Zunahme des Spam-Aufkommens festgestellt hat. Nur 16 Prozent geben an, die Spam-Quote sei rückläufig, bei 28 Prozent der Befragten hat sich kaum etwas verändert. Diese Ergebnisse weichen vom weltweiten Trend ab, denn allgemein ist seit Anfang 2010 eine Stagnation des Spam-Aufkommens zu beobachten, im September sogar ein leichter Rückgang.

Kriterien zur Spam-Filter-Wahl
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Eine zunehmende Zahl von Unternehmen befürchtet, sie könnten wichtige geschäftliche Mails verlieren, weil sie im Spam-Filter hängen bleiben. Derzeit betrachten dies 18 Prozent der Befragten als die größte Gefahr von Spam.  Immerhin 42 Prozent der Unternehmen geben an bereits mindestens eine wichtige Mail verloren zu haben, weitere neun Prozent können dies zumindest nicht ausschließen. Deshalb ist für ein Viertel der Befragten die Fehlerquote (False-Positive-Rate) ein wichtigeres Kriterium bei der Wahl des Spam-Filters als die Erkennungsrate.

Die Umfrage führt eleven zweimal im Jahr zur Cebit und zur it-sa durch. Vergleichen Sie die aktuellen Ergebnisse mit der Befragung zur Cebit 2009 . Die Auswertung der aktuellen Umfrage finden Sie auch im eleven Security Blog .

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