Umfrage

Jeder Sechste surft trotz Verbots am Arbeitsplatz

Donnerstag, 24.04.2008 | 16:04 von Frank Ziemann
Laut einer Umfrage nutzen 70 Prozent der befragten Anwender den Internet-Zugang am Arbeitsplatz auch für ihre privaten Zwecke, zum Teil trotz eines Verbots durch den Arbeitgeber.
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Internet am Arbeitsplatz ist heute fast selbstverständlich. Der Antivirus-Hersteller Avira hat bei einer Web-Umfrage mit 2900 Teilnehmern ermittelt, dass 70 Prozent der befragten Arbeitnehmer über den Internet-Anschluss im Büro auch private Angelegenheiten erledigen. Sie schreiben private Mails, buchen den nächsten Urlaub oder kaufen in Online-Shops ein - alles während der Arbeitszeit.

Viele Geschäftsvorgänge werden heute über das Internet abgewickelt. Vor allem E-Mail verdrängt den klassischen Brief als Kommunikationsmedium immer mehr. Da scheint es für viele Angestellte nahe liegend zu sein, auch ihre persönlichen Angelegenheiten am Arbeitsplatz zu erledigen. Jeder fünfte Teilnehmer der Umfrage hat angegeben "hin und wieder, aber maximal 30 Minuten am Tag" dafür zu verwenden private Mails zu schreiben oder in privatem Interesse Im Web zu recherchieren.

Die private Nutzung des Internets ist für Arbeitgeber schwer zu kontrollieren. Da der nötige Aufwand hoch ist und das Betriebsklima darunter leiden könnte, dulden viele Firmen die private Nutzung. Nur sechs Prozent der Befragten hat angegeben, ihr Arbeitgeber habe die Seiten von WebMail-Providern gesperrt. Ein Viertel der Befragten akzeptiert aber auch ein entsprechendes Verbot des Arbeitgebers. Immerhin 36 Prozent sagen, ihr Arbeitgeber gestatte persönliche Ausflüge ins Web.

Private Internet-Nutzung am Arbeitsplatz kann jedoch auch der Erholung dienen und so die Produktivität verbessern. Nach jüngsten Forschungsergebnissen von Mind Lab genügen zehn Minuten privaten Surfens im Web, um die Leistungsfähigkeit von weiblichen Angestellten wieder herzustellen.

Avira Geschäftsführer Tjark Auerbach hält es für wichtig, dass es klare und einheitliche Regelungen für die Internet-Nutzung gibt. Zu diesem Zwecke hätten sich Betriebsvereinbarungen und Internet-Richtlinien bewährt.

Donnerstag, 24.04.2008 | 16:04 von Frank Ziemann
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