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Umfrage: Der nächste Gates kommt nicht aus den USA

21.12.2006 | 12:33 Uhr |

Windows, Windows, Windows - dass Bill Gates den IT-Bereich maßgeblich beeinflusst hat ist unbestritten. Einige rätseln nun, von woher der nächste stammen könnte, der in seine Fußstapfen tritt? Eine Art zweites Microsoft aufzieht? Eine Umfrage ist diesen und anderen Fragen rund um das Thema Internet nachgegangen.

Nur 21 Prozent der US-Bürger glauben, dass der nächste Bill Gates aus den Vereinigten Staaten kommen wird. Rund 27 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage meinen dagegen, dass der nächste große Entrepreneur im Bereich It-Technologie aus China kommen wird, 22 Prozent glauben an einen Japaner. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die diesen Monat von Zogby International und 463 Communications Anfang diesen Monats durchgeführt wurde.

Es sei nicht überraschend, dass nur jeder fünfte der Befragten die USA als das Heimatland des nächsten Gründers einer Art Microsoft sieht, so Tom Galvin, Partner bei 463. Die meisten US-Bürger hätten verstanden, dass die USA nun weltweit im Konkurrenzkampf stehe. "Dass heißt nicht, dass die USA nachlassen, aber das andere Länder aufholen", so Galvin. Seiner Meinung nach haben die Amerikaner mittlerweile ein differenziertes Verständnis des Wettbewerbs, mit dem man es zu tun hat, entwickelt.

Neben der Frage woher der "nächste" Bill Gates kommen könnte, wurde in der Umfrage, an der knapp über 1200 Erwachsene teilnahmen, auch die Einstellung zum Internet im Vergleich zu älteren Technologien abgefragt.

Zogby International und 463 Communications wollten beispielsweise wissen, was es für jemanden schwieriger machen würde zu arbeiten - zur Wahl standen etwa Auto startet nicht oder Verlust des Internet-Zugangs und/oder des Mail-Accounts. Beinahe 80 Prozent antworteten, dass das größte Hindernis wäre, ohne Auto zu sein. Nur zehn Prozent nannten hier den fehlenden Internet-Zugang als schwerwiegendstes Problem.

Spannend auch: Wie schneidet das Internet im Vergleich zur Druckpresse ab? Vor die Wahl gestellt, was die größte Entwicklung sei, nannten nur 32 Prozent der Befragten das Internet, während 65 Prozent sich für die Druckpresse entschieden.

Weiterer Ergebnisse: Die Umfrage-Teilnehmer bevorzugen nach wie vor die Abendnachrichten der Fernsehsender gegenüber den von Internet-Nutzern gedrehten Videos. Siebzig Prozent schauen sich die News am Abend an, 20 Prozent informieren sich mit Hilfe von Videos anderer Internet-Nutzer.

Außerdem mussten die Befragten eine Einschätzung darüber abgeben, wer mehr vom Internet versteht - 12-Jährige oder Mitglieder des US-Kongresses. Nach Meinung der Mehrheit (83 Prozent) der Umfrage-Teilnehmer sind die 12-Jährigen top fit, nur 10 Prozent halten Mitglieder des US-Kongresses für fähiger.

Zogby und 463 Communications planen, die Erhebungen in kontinuierlichen Intervallen fortzuführen.

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